Olten

Erste Bilanz: Der Ordnungsdienst trägt zur Beruhigung der Situation bei

Der Sicherheitsdienst ist vor allem auf dem Areal um die Stadtkirche, den Klosterplatz, die Winkelunterführung sowie den Ländiweg im Einsatz.

Der Sicherheitsdienst ist vor allem auf dem Areal um die Stadtkirche, den Klosterplatz, die Winkelunterführung sowie den Ländiweg im Einsatz.

Zehn Tage nach Beginn der Einsätze eines Sicherheitsdienstes zu Gunsten eines geordneten Zusammenlebens im öffentlichen Raum der Stadt Olten ziehen die Verantwortlichen eine erste Bilanz.

Seit Anfang Monat sind auf dem Gebiet der Stadt Olten an 15 Tagen pro Monat von Montag bis Samstag zwischen 12 und 22 Uhr jeweils zwei Mitarbeitende der Firma LU-Sicherheitsdienst AG, welche auf diesem Gebiet seit einigen Jahren mit der Stadt Luzern zusammenarbeitet, während rund sechs Stunden unterwegs.

Der mobile Ordnungsdienst soll laut Auftrag mit Personen in Dialog treten, welche sich nicht an die Anstandsordnung halten. Dabei geht es vor allem um Littering, Lärmbelästigungen. Leinenflicht von Hunden, aber auch darum, den Konsum und Handel von Drogen auf öffentlichem Grund möglichst zu unterbinden. Wegweisungen von Personen sind hingegen nicht das Ziel. Die Umsetzung erfolgt in enger Koordination mit der Direktion Präsidium und der Polizei Kanton Solothurn.

Die bisherigen Einsatzorte umfassten insbesondere das Areal rund um die Stadtkirche, den Klosterplatz, die Winkelunterführung sowie den Ländiweg. Die Begehungen führten aber auch bis zum Pontonierhaus im Süden und zur Süfzgerallee im Norden des Stadtgebietes. Die Mitarbeitenden des Ordnungsdienstes betonen, dass sie und ihre vermittelnde Rolle schnell akzeptiert worden seien und rasch ein Dialog entstanden sei, in dem auch die Randgruppen ihre Anliegen äusserten.

Anweisungen wiederholen und kontrollieren

Die Rapporte der Einsätze berichten von längeren Gesprächen mit den je nach Gebiet unterschiedlichen Gruppen, die den öffentlichen Raum regelmässig frequentieren, von Differenzen zwischen einzelnen Gruppen, die in der Folge separiert und beruhigt werden konnten, und davon, dass einzelne Personen und ihr Verhalten durchaus auch die übrigen Anwesenden stören können. Die Anweisungen der Mitarbeitenden, die Musik leiser zu stellen, generell leiser zu sein oder aufzuräumen, werden weitgehend befolgt, wenn sie oft auch mehrfach wiederholt und kontrolliert werden müssen.

Zudem erfolgten verschiedene Meldungen wegen Drogenkonsum oder Streitigkeiten, wegen Litterings oder fehlender Abfallkübel an die zuständigen Stellen, von Polizei Kanton Solothurn bis Werkhof. Dabei wirkt die Direktion Präsidium als Vermittlerin.

Der seit Anfang August laufende Auftrag mit monatlichen Kosten von rund 10’000 Franken ist auf eine Dauer von vorerst drei Monaten angelegt. (sko)

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