Wangen bei Olten

Eine Sprache lernen, die überall verstanden wird

Feierliche Stimmung an Advent 2017.

Die Gemeinde Wangen bei Olten feiert am 10. Juni das 50-jährige Bestehen ihrer Musikschule. In den letzten Jahren vergrösserte sich das Angebot an Instrumenten an der Musikschule.

Mit einer grossen musikalischen Feier mitsamt Festwirtschaft begehen die Verantwortlichen der Musikschule Wangen am 10. Juni deren 50-jähriges Bestehen. Ein Instrument erlernen zu können sei etwas sehr Schönes, sagt OK-Präsidentin Simone Kissling. Das Angebot an Instrumenten ist im Vergleich zu früher um einiges grösser.

50 Jahre, das sei doch eine Wahnsinnszahl, sagt Simone Kissling, OK-Präsidentin der Jubiläumsfeier der Wangner Musikschule. Mit einem rund vierstündigen, vielfältigen musikalischen Anlass will man nun in Wangen am 10. Juni ebendiese Zahl, das 50-jährige Bestehen der lokalen Musikschule, feiern.

Eine eigentliche musikalische Weltreise soll es werden in der Turn- und Festhalle Alp, begleitet von verschiedensten Instrumenten, Ensembles und bestehenden wie auch neuen Gruppierungen. Für Speis und Trank in der Festwirtschaft ist natürlich ebenso gesorgt. Kurz: «Wir wollen ein richtiges Dorffest auf die Beine stellen», sagt Kissling, die auf eine tolle Zeit in einem ebenso «tollen OK» zurückblickt. Alle hätten sich eingebracht und die Basis dafür gelegt, dass der 10. Juni zu einem unvergesslichen Jubiläumstag werde.

Seit der Gründung der Musikschule in Wangen finden jährlich die Schülerkonzerte statt. Im März 1971 beispielsweise, am dritten Konzert der Musikschule, musizierten mehr als 200 Schülerinnen und Schüler. Sie taten dies damals mit Gesang, Blockflöten, Querflöten, Violinen, Gitarren, Blech- instrumenten und auch dem ganzen Orff-Instrumentarium wie Glockenspiel oder Xylofon. Später kam etwa die Handharmonika hinzu oder 1981 das Klavier. Und heute können die Wangner Kids auch Elektrobass, Keyboard, Schlagzeug, Posaune, Euphonium oder Tuba erlernen.

Simone Kissling erinnert sich an ihre eigene Zeit als Musikschülerin. Sie begann, wie so viele, mit dem Spiel auf der Blockflöte, um später auf Querflöte umzusatteln. Ein Instrument, welches sie auch heute noch spielt, wenn auch eher für den Hausgebrauch. Das Angebot an Instrumenten, aus welchem die Musikschüler auslesen dürfen, habe sich schon gewaltig verändert, sagt sie. «Früher war eigentlich klar: Du musst Blockflöte lernen. Heute dürfen die Jungen aus vielerlei Instrumenten auswählen, was ihnen wirklich gefällt.» Anspruchsvoll sei es, qualifizierte Lehrkräfte zu finden. Lehrerinnen und Lehrer also, die sowohl musikalisch als auch didaktisch zu genügen wissen.

Unvergesslich: Auftritt an Expo

Mit dem Jubiläumsanlass vom 10. Juni will die Musikschule Wangen nun zeigen, wie verbindend Musik ist und dass diese überall auf der Welt verstanden wird. Deshalb die Idee mit der musikalischen Weltreise. Ihre prägendste Erinnerung als Musikschülerin? «Ganz klar die Zeit in der Jugendband», sagt sie. Richtig cool sei das gewesen damals, unter der Leitung von Thomas Maritz. Mit einem in der Tat unvergesslichen Höhepunkt durfte doch die Band im Rahmen der Expo. 02 in Biel im Rahmen eines grösseren Konzertes auf der Bühne stehen. Auch heute noch ist für die OK-Präsidentin Musik unverzichtbar und mitunter fast ein Ritual. Sie schmunzelt: «Zum Kochen höre ich oft und gerne Radio Swiss Jazz. Das scheint mich zu erden und zu inspirieren ... »

Und was macht nun eine Musikschule so wertvoll und unverzichtbar? Simone Kissling zieht den Vergleich zum Sport: Durchhaltewillen, sagt sie, brauche es auch in der Musik. Man könne ein Stück noch so oft spielen, verbessern könne man immer irgendwas. Eine Art Lebensschule also. «Deshalb ist es wichtig, dass wir das Musizieren in unserer Gemeinde anbieten. Weil der eine oder andere sich hier verwirklichen kann.» (mgt)

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