Olten

Ein Stadtfest den Vereinen zuliebe – reduzierter Chilbibetrieb geplant

Das letzte Stadtfest fand in der Kirchgasse statt. (Archivbild vom 1. Juli 2017)

Das letzte Stadtfest fand in der Kirchgasse statt. (Archivbild vom 1. Juli 2017)

Nach Absage der Oltner Chilbi sollen die Vereine nicht auf ihre Einnahmen verzichten müssen.

Der Stadtrat hat die Chilbi nun definitiv abgesagt, auch eine Verschiebung auf Mitte Oktober kommt wegen Terminkollisionen der Schausteller nicht in Frage. Dafür soll es ein Stadtfest mit reduziertem Chilbibetrieb geben. Auf Anfrage sagt Stadtschreiber Markus Dietler, dass rund zehn Schausteller interessiert wären, am Termin vom 16. bis 19. Oktober dabei zu sein. Nun sollen auch die einheimischen Vereine angefragt werden, wie sie zu einem allfälligen Stadtfest stehen. Dies soll gemäss Dietler in den nächsten Wochen geschehen. «Danach entscheidet der Stadtrat, ob und in welchem Umfang ein solches Stadtfest durchgeführt wird.»

Die Schützi sei voraussichtlich als Ort gesetzt. Ob das Festgelände weiter ausgedehnt werde, komme auf die Zahl der Schausteller und Vereinsstübli an. «Es sollte ein zusammenhängendes Festgelände geben», sagt Dietler. Offen sei ebenfalls, ob das Stadtfest vier Tage dauern werde, wie dies bei der Chilbi der Fall ist.

Warum versucht der Stadtrat trotz der Schwierigkeiten wegen der Coronakrise, ein Stadtfest auf die Beine zu stellen? «Man wollte den Vereinen eine Möglichkeit bieten, dass sie trotz der Absage der Chilbi einen Teil der Einnahmen reinholen können», sagt Dietler. Wie kürzlich eine Umfrage dieser Zeitung bei mehreren Vereinen ergeben hat, stützen diese zum Teil bis zur Hälfte ihres Budgets darauf. Zudem soll die Bevölkerung auch Gelegenheit haben, den Festbedarf, der in den vergangenen Wochen zu kurz gekommen ist, nachzuholen, so Dietler.

MiO und Streetfood Festival droht Absage

Im Herbst könnte es in Olten zu einer Anhäufung diverser Grossanlässe kommen. Das Streetfood Festival, das Mitte Mai hätte stattfinden sollen, könnte auf Anfang oder Ende Oktober verschoben werden. «Auch eine Totalabsage ist möglich», sagt der Verantwortliche Mike Zettel von der Eventfirma Kein Ding GmbH. Abhängig sei dies einerseits von den Lockerungen des Bundes, die am 24. Juni verkündet werden sollen. Andererseits auch davon, ob die insgesamt 14 Festivals verschoben werden können. Bis Ende August finden wegen des Verbots von Grossveranstaltungen nämlich gar keine Streetfood Festivals statt.

Ebenfalls von den weiteren Bestimmungen des Bundes betroffen ist die Messe in Olten (MiO), die vom 18. bis 21. September, das Wochenende vor den Herbstferien, stattfinden soll. Derzeit geht Geschäftsführer Zettel von der Durchführung am geplanten Termin aus. Eine Verschiebung kommt für ihn eher nicht in Frage – der viertägige Anlass würde wohl gleich abgesagt.

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