Ausstellung

Die Feuerwehr im Laufe der Zeit: In dieser Ausstellung gibts einige Highlights zu entdecken

Vergangene Zeiten zum Leben erweckt: Die Feuerwehr im Laufe der Zeit: Im Museum BalsThal zeigt die Feuerwehr Balsthal, wie sie sich in den letzten 40 Jahren verändert hat.

Der Balsthaler Feuerwehrkommandant Christian Born hatte sich bei der Übernahme dieses Amtes 2017 einige Schwerpunkte vorgenommen. «Dazu gehörte, eine Ausstellung über die Entwicklung der Feuerwehr in den vergangenen Jahren zu realisieren und den Besuchern die heutige Arbeitsweise, insbesondere der Balsthaler Feuerwehr, nahe zu bringen.» Gerade in diesem Jahr, in welchem keine öffentlichen Feuerwehrübungen stattfinden, machte es Sinn, diese Ausstellung an die Hand zu nehmen.

In Kurt Heutschi, Betreiber des Museums BalsThal mitten im Dorf, fand er eine Person, der ihn in seinem Anliegen unterstützte und tatkräftig bei der Realisierung der Ausstellung mithalf. «Und dann gibt es auch noch den sehr aktiven Verein der Feuerwehrveteranen, die sich ebenfalls für die Ausstellungsidee begeistern konnten», sagt Born.

Stephan Berger, Präsident der Feuerwehrveteranen, ergänzt: «Zwischen der aktiven Feuerwehr und unserem Verein herrscht ein sehr gutes Verhältnis. Es gibt einige Mitglieder, die Objekte aus ihrem eigenen Fundus hierher brachten und Erklärungen dazu abgeben konnten.» Einer davon sei Materialwart Daniel Gschwend. Er habe etliche ehemalige Feuerwehrutensilien bei sich zu Hause untergebracht. «Es wäre doch schade, wenn dies alles verloren gehen würde», meint Berger.

Ein paar Highlights der Balsthaler Feuerwehr

So sind in der Ausstellung einige Highlights zu entdecken. Da steht eine alte Motorspritze mit Wagen aus dem Jahr 1948. Dazu alte Ausrüstungsgegenstände wie ein schon fast verwegen anzusehendes Atemschutzgerät. «Der Schwerpunkt der Ausstellung erstreckt sich über die vergangenen 40 Jahren Balsthaler Feuerwehr», sagt Born. Es gibt aber auch ein paar ältere Gegenstände zu entdecken wie Feuerhörner oder lederne Wasserkessel.

Ein besonderer Aspekt der Ausstellung sind die vielen Fotos von den vergangenen, wichtigsten Einsätzen der Balsthaler Feuerwehr. «Der Tela-Brand von 1991 in Balsthal, jener von 1996 in Niederbipp, der Brand der Sagi 2015, heikle Autobahnrettungen und vieles mehr ist dokumentiert. «Wir haben für diese Ausstellung alle unsere Fotos digitalisiert», erklärt Christian Born. 1200 Fotos wurde so gesichtet und die besten davon sind nun in der Ausstellung zu sehen.

Die Ausstellung soll weiter wachsen können, sagen die Verantwortlichen. Wer also zu Hause noch interessante Gegenstände zum Thema aufbewahrt, darf diese gerne mitbringen. Und noch etwas ist Kommandant Christian Born wichtig: «Ich will, dass die Ausstellung mit allen Sinnen erlebt werden kann.» Man darf also die Dinge gerne anfassen und beispielsweise erspüren, wie dick eine heutige Feuerwehrschutzkleidung ist. «Natürlich gäbe es noch vieles, was man auch noch zeigen könnte», sagt der Museumsleiter Kurt Heutschi. Doch der Platz ist beschränkt und eine gewisse Übersichtlichkeit muss gewährleistet sein. «Generell fehlt in Balsthal ein Archivraum, in dem Akten von Vereinen oder Gegenstände gelagert werden können», so Heutschi. Er wisse beispielsweise von etlichen interessanten Privatsammlungen, die nicht verloren gehen sollten.

So bietet diese Ausstellung zur Balsthaler Feuerwehr auch die Gelegenheit, das Museum BalsThal an der Goldgasse 14, welches Heutschi seit 2012 führt, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

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