Kommentar

Das Oltner Volks-Ja zum Haus der Museen nützt nicht nur den Museen

Das künftige Haus der Museen vom Platz der Begegnung aus gesehen. Das Restaurant «Magazin» im Parterre bleibt erhalten. Rechts bei den Arkaden wird der Eingangsbereich mit Anbau entstehen. Im Hintergrund das Stadthaus. Bruno Kissling/Archiv

Das künftige Haus der Museen vom Platz der Begegnung aus gesehen. Das Restaurant «Magazin» im Parterre bleibt erhalten. Rechts bei den Arkaden wird der Eingangsbereich mit Anbau entstehen. Im Hintergrund das Stadthaus. Bruno Kissling/Archiv

Die Oltner Stimmbürger sagen mit 82 Prozent klar Ja zum Haus der Museen. Doch das hilft nicht nur den drei Kulturinstitutionen, sondern auch der Stadt.

Die Oltner haben dem Haus der Museen klar zugestimmt. Die Stadt erhält damit bis 2019 an einem Standort konzentriert gleich zwei städtische und ein kantonales Museum. Mit dem Ja werden zudem zwei Fliegen auf einen Streich geschlagen: Nicht nur die Ausstellungsräume werden neu, sondern auch die Ausstellungen selbst werden modernisiert und den heutigen Verhältnissen angepasst. Dazu können sich die Besucher auf spannende interdisziplinäre Bezüge freuen, die zwischen den drei Museen laut den Ausstellungsmachern hergestellt werden sollen. Nicht zuletzt ist das ganze für die Stadt Olten finanziell gut tragbar: Weil der kantonale Lotteriefonds knapp 30 Prozent an den Gesamtkosten von 8,2 Millionen Franken zahlt, verbleiben für die Stadt noch Nettokosten von zwei Jahrestranchen des üblichen Werterhalts für Hochbauten. Das Geld ist im langjährigen Finanzplan bereits berücksichtigt.

Doch das Volks-Ja nützt nicht nur den Museen. Die Stadt wird nach dem soeben eröffneten Schriftstellerweg ein weiteres kulturelles Highlight erhalten, das Besucher nach Olten locken könnte. Mit dem Haus der Museen wird zudem die Innenstadt insgesamt attraktiver. Das könnte weitere Aufwertungen in der näheren Umgebung auslösen. Sicher ist, dass Gastronom Marius Studer sein «Magazin», das zum eigentlichen Museumscafé wird, erneuern will. Ferner stiege damit der Druck auf die Stadt, auch beim Platz der Begegnung mit dem veralteten Spielplatz endlich Geld in die Finger zu nehmen. Und wer weiss, wie lange dann noch Autos auf dem daneben gelegenen Munzingerplatz parkieren, der mit seinen Bäumen eigentlich viel zu schön dafür ist.

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