Olten

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann als Geburtstagsgast von Gastro Suisse

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann verteilte zum 125. Geburtstag von Gastro Suisse keine konkreten Geschenke in der Stadthalle.

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann verteilte zum 125. Geburtstag von Gastro Suisse keine konkreten Geschenke in der Stadthalle.

Zum 125. Geburtstag von Gastro Suisse: «Die Verhältnisse werden nicht besser», so Bundespräsident Johann Schneider-Ammann. Konkrete Geschenke zum Anlass in der Stadthalle Olten blieben aus.

Wer schaut seit 125 Jahren zum Rechten in der Gastroszene Schweiz? Richtig, auch Gastro Suisse, der grösste Schweizer Arbeitgeberverband des Gastgewerbes. Er zählt rund 20 000 Mitglieder aus Hotellerie und Gastronomie.

Am Dienstagabend feierten knapp 650 Gäste im Rahmen der Delegiertenversammlung den Geburtstag ihres Verbandes, auch mit einem Gala-Dinner. Ort des Geschehens: die Stadthalle Olten; Organisator: Gastro Solothurn rund um Präsident Peter Oesch und Sekretär Benvenuto Savoldelli.

Ihren Esprit brauchts

Eine der Attraktionen dieser Feierstunde: der anwesende Bundespräsident und Vorsteher des eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, Johann Schneider-Ammann. So etwas wie der oberste Wirt des Landes halt.

Bevor sich die Gäste etwa an leicht geräuchertem, lauwarmem Lachs aus Schottland, marinierter Mango mit frischem Koriander, gebratenen Kalbsfiletmedaillons im Speckmantel und Trüffelkartoffelstock erfreuten, meinte Schneider-Ammann zur gut gelaunten Gesellschaft: «Unser Land braucht Ihren unternehmerischen Esprit.»

Aber, er könne auch für die Zukunft nichts anderes versprechen als: «Die Verhältnisse werden nicht besser.» Der Bundesrat sei sich der Schwierigkeiten in der Gastrobranche durchaus bewusst. Schwierigkeiten eben, wie sie die Verbandsspitze vor wenigen Tagen noch geschildert hatte: Die Folgen der Frankenstärke trüben die Bilanzen, es drücken hohe Personal- und Warenkosten, lähmend die zunehmende Regeldichte. «Vor lauter Administration bleibt immer weniger Zeit, um Gastgeber zu sein», hatte der Branchenverband moniert.

209'920 Beschäftigte

Fast 210 000 Personen arbeiten schweizweit in der Gastrobranche. «Damit sind Sie ein wichtiger Arbeitgeber in diesem Land», erklärte der Bundespräsident. Ohne die Gastrobranche sei auch kein Aufschwung, keine Prosperität im Lande möglich, wolle man den Beschäftigungsgrad hoch und die Arbeitslosigkeit tief halten.

Aber immerhin: So viele Geschenke hatte der Bundespräsident dabei, dass sich darunter auch ein Angebot zum von Gastro Suisse geforderten Tourismus-Gipfel fand. Das brachte ihm ebenso Applaus ein wie die Bemerkung, man wolle sich in Bundesbern doch vermehrt bemühen, die Regeldichte zu verkleinern. Konkretere Geschenke konnte der Bundespräsident aber nicht vergeben; er warnte gar vor unrealistischen Erwartungen. Die Luft ist dünn, der Spielraum etwas eng geworden.

Der Festlaune tat dies aber keinen Abbruch. Das Dinner konnte beginnen, gespickt mit Showelementen, darunter auch Massimo Rocchi, dem italienisch-schweizerischer Schauspieler und Komiker. Der Abend war auf «lang» ausgelegt. Der erste Rücktransport in Hotels von Stadt und Umgebung war auf 23.45 Uhr terminiert.

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