Gemeindeversammlung

Auch ein neuer Turnhallenboden liegt in Gunzgen drin

Gunzgens Turnerinnen und Turner können sich auf einen neuen Hallenboden freuen.

Gunzgens Turnerinnen und Turner können sich auf einen neuen Hallenboden freuen.

Das Gunzger Budget wird einstimmig gut geheissen. Das Minus von 117000 Franken ist akzeptiert. Ein neuer Turnhallenboden liegt alleweil drin.

Es gehört zur Tradition im Dorf der Marbets, Aernis und Fürst, jeweils mit einer kurzen Bemerkung den aktuellen Voranschlag zu interpretieren. Meist kommt der Satz vom zuständigen Gemeindeverwalter Marco von Arx. Das war auch am Mittwochabend im Gemeindesaal Gunzgen nicht anders: «Ich glaube, mit diesem Budget können wir leben.» Voilà. Kein Grund zur Aufregung also, auch wenn man sich im Dorf eigentlich eher schwarze Zahlen gewohnt ist; und erst noch bei einem Steuersatz, der mehr von spartanisch anmutendem Kostenbewusstsein denn von Verschwendertum zeugt.

Das prognostizierte Minus von rund 117'000 Franken nahmen die 84 anwesenden Stimmberechtigten jedenfalls einstimmig in Kauf. Unverändert bleibt der Steuersatz von 108 Prozent für juristische wie natürliche Personen. Gut 4 Mio. Franken erwarten die Verantwortlichen aus den Geldsäckel der natürlichen Personen, knapp 600'000 Franken aus jenen der juristischen.

Knappe halbe Million an Investitionen

Auch investiert wird in Gunzgen; im Vergleich zu den letzten Jahren sogar eher viel: rund 460'000 Franken werden im kommenden Jahr ausgelöst. Da ist zum einen die Beschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs (brutto 380'000 Franken), dann die Totalsanierung der Gemeindewohnung im Werkhof (brutto 140'000 Franken) sowie der Ersatz des 35-jährigen Turnhallenbodens (brutto 80'000 Franken). Sämtlichen Begehren stimmte der Souverän wenigstens grossmehrheitlich zu. Die Sachgeschäfte gaben aber deutlich mehr zu reden als das Budget an sich.

Vor allem der künftige Turnhallenboden muss quasi ein Multitalent sein und sämtlichen Ansprüchen zu genügen haben. Dies deuteten die an der Versammlung anwesenden Mitglieder des Turnvereins schon mal an. Völlig kommentarlos stimmte der Souverän den beiden anderen Sachgeschäften zu. Den Zustand des bald 30-jährigen FW-Fahrzeuges illustrierte Gemeindepräsident Hansruedi Krähenbühl mit der Bemerkung: «Zum Glück blieb es nur während einer Übung stehen.» Auch die knapp 40-jährige Wohnung im Werkhof bedürfe einer Totalsanierung. Aber doch 7 Anwesende enthielten sich in der Sanierungsfrage der Stimme.

Nach 50 Minuten war Gunzgens Budgetgemeindeversammlung Geschichte. Neben Voranschlag und Kreditanträgen waren zwischenzeitlich auch noch die Statuten der Kreisschule Untergäu sowie das Reglement zum Planungsausgleich gutgeheissen worden. Und der Hundesteuersatz bleibt unverändert; gemäss Volkswille bei 140 Franken pro Jahr und Hund.

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