Winznau
Beliebter Huttlerpark: Fast alle 48 Wohnungen sind schon vor Baubeginn vorreserviert

Am Dienstag fand in Winznau der Spatenstich für das Huttler-Areal mit 48 neuen Wohnungen statt – die Bauherren führen bereits eine Warteliste.

Cyrill Pürro
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Einst Hofgrundstück, jetzt wird das Huttler-Areal zum modernen Wohnquartier: Am Dienstag erfolgte der Spatenstich.

Einst Hofgrundstück, jetzt wird das Huttler-Areal zum modernen Wohnquartier: Am Dienstag erfolgte der Spatenstich.

Bruno Kissling

Seit April 2019 laufen Vorbereitungsarbeiten zur Überbauung des Huttler-Areals. Das Land, welches seit über 100 Jahren der Familie Näf gehört, wird jetzt zu einer Wohnzone mit modernen Eigentums- und Mietwohnungen. Insgesamt entstehen 48 Einheiten, allesamt mit Blick auf den Aarekanal. Nahezu alle Wohnungen waren beim gestrigen Spatenstich bereits vorreserviert.

Von Landwirtschaftszone zum Wohngebiet

Das Areal der Familie Näf ist schon seit vielen Jahren ein Renner. Etliche Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Privatpersonen werfen ihre Augen auf das Grundstück an der Aare. Das Grundstück wurde früher von den Grosseltern und Eltern der jetzigen Bauherren Roger und Dominik Näf bewirtschaftet. Ein Grund mehr für die beiden Inhaber der Huttler Immobilien AG, selbst in das Familienareal zu investieren. «Wir verbinden mit dem Grundstück viele Erlebnisse. Hier halfen wir selbst in der Landwirtschaft mit und erlebten Familienmomente», sagt Roger Näf. Das Ziel der Brüder Näf ist es, auf Winznauer Boden ein qualitativ hochwertiges Wohnquartier zu gestalten.

«Besonders motiviert mich dabei, das Vorhaben im Gedenken an unsere Vorfahren umzusetzen»,

beschreibt Roger Näf seine Vorfreude auf die Realisierung. «Vielleicht beziehen wir eines Tages auch eine Wohnung im Quartier», fügt er an.

Gemeinde Winznau steht hinter dem Projekt

Das Wohnquartier Huttlerpark wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft, der Gemeinde und dem Kanton entwickelt. Aufgrund der engen Zusammenarbeit kam es gemäss den Bauherren zu keiner einzigen Einsprache. Dazu sagt Roger Näf: «Das ist sehr selten und zeigt uns gleichzeitig, dass die Winznauer Bevölkerung hinter dem Projekt steht.»

Die Zustimmung im Dorf bestätigt auch Gemeindepräsident Daniel Gubler: «Die Einwohnerinnen und Einwohner wurden mittels Gestaltungsplan informiert. So gewann man das Vertrauen», sagt Gubler. Das Anliegen der Gemeinde sei es, dass die Siedlung zum Dorf passe.

Auf dem Grundstück ihrer Vorfahren bauen die Brüder Näf eine neue Siedlung.

Auf dem Grundstück ihrer Vorfahren bauen die Brüder Näf eine neue Siedlung.

Bruno Kissling

Der Segen der Einwohnerinnen und Einwohner vor einem Jahr eröffnete das Rennen um die 48 Wohnungen. Näf habe bereits eine Warteliste für die Wohnungen direkt am Wasser.

«Der Architekt des Projekts sagte uns, das seien Zürcher Verhältnisse»,

beschreibt Näf die Nachfrage der Wohnungen. Die attraktive Lage am Wasser und die Tatsache, dass es sich beim Huttlerpark nicht um einen typischen Investorenbau handle, seien für den Erfolg des neuen Quartiers mitverantwortlich. «Im Rahmen eines Gestaltungsplanverfahrens haben wir sehr viel Zeit und Kraft in die Planung des Quartiers gesteckt. Es war uns ein Anliegen, dass man von jeder Wohnung aus einen Blick auf den Aarekanal hat», so Näf.

«Die grosse Nachfrage an den qualitativ hochwertigen Wohnungen im Huttlerpark sind – abgesehen von der guten Lage direkt am Wasser inmitten von Erholungsgebieten und der Nähe zu Olten – auf die einzigartige Architektur und die parkähnliche, naturnahe Umgebungsgestaltung zurückzuführen», heisst es in einer Medienmitteilung der Huttler Immobilien AG zur Überbauung Huttlerpark. Mittlerweile sind 28 von insgesamt 35 Eigentumswohnungen reserviert.

Leute aus der Region beim Verkauf bevorzugt

Der Ansturm auf die Miet- und Eigentumswohnungen kam, obwohl nicht viel Werbeaufwand betrieben wurde. Die Näfs schalteten bewusst keine Inserate auf Immoscout oder anderen Immobilien-Plattformen. «Wir stellten nur ein Schild auf das Grundstück, um so Leute aus der Region auf die Wohnungen aufmerksam zu machen. Uns war es wichtig, dass Menschen in das Quartier einziehen, die einen gewissen Bezug zum Ort haben», erklärt Näf.

Bruno Kissling

Aus dem Huttler-Areal soll eine «lebendige» Siedlung entstehen. Im Innenbereich wird ein Park mit viel Bewegungsfreiheit und Freizeitmöglichkeiten gebaut. «Wir wollen einen belebten Spielplatz. Es ist vorgesehen, dass es wenig Wechsel bei den Besitzern gibt und sich die Leute dadurch etwas mehr kennen. So hat man mehr Leben im Quartier», sagt Näf.

Roger Näf möchte das Huttler-Quartier in zehn Jahren als lebendiges Quartier erleben. «Die Leute sollen dann immer noch Freude haben, hier zu leben», sagt er.