Seit 35 Jahren führt Brigitte Wittwer mit Tochter die Galerie am Bach und hat in der Region, bis weit in den Kanton Aargau und Solothurn hinein, sich einen Namen gemacht. In der aktuellen Ausstellung, die mit der Vernissage vom Sonntag eröffnet wurde, erleben die Becher vier Kunstschaffende, deren Schaffen unterschiedlicher kaum sein könnte: Fritz Brack, Kappel, Sven Heizmann, Aarau, Margot Stöckl, Tirol und Marcel Wagner, der überall zu Hause ist.

Fritz Brack zeigt Bilder, Landschaften, Wiesen und Bäume, liebt aber auch Figuren, wie zum Beispiel Radfahrer, eine junge Frau auf einem Mäuerchen sitzend. Seine Bilder figurativer Natur formulieren nichts aus, vieles lebt aus der Andeutung heraus, und was das Wesentlichste ist aus den wunderschönen Farbkombinationen. Er liebt die feinen Übergänge, das Leichte und Verwischte, aber auch kraftvolle Kompositionen, sodass man auf Anhieb verzaubert ist.

Sven Heizmann ist im wörtlichen Sinne dem Holz verfallen, er fertigt grossartig geformte Holzskulpturen an, vorwiegend mit Hölzern aus der Umgebung. Das Holz entscheidet bei ihm, was aus ihm wird, dadurch erreicht er einmalige Objekte, die in einer stillen Harmonie ihre Geschichten erzählen. Holz ist eine wundersame Materie, man riecht den Wald, wenn man es betrachtet, und dass dem so bleibt, ist dem Künstler sehr wichtig.

Margot Stöckl aus dem Tirol lässt sich ebenfalls von der Natur inspirieren. Sie liebt Menschen und die landschaftlichen Gegebenheiten in ihrer Region im Tirol. Die ausgestellten Skulpturen verweben Geschichten, Zeiten, Räume und Mythen und entführen den Betrachter in die Welt seiner Träume, erzählen aber auch von hintergründigen Realitäten. Ihre Skulpturen sind beliebt und bekannt, eine steht am Bodensee in Altnau und setzt ein prägnantes Zeichen in die Landschaft.

Marcel Wagner ist eine unruhige Seele, er ist meistens unterwegs in ganz Europa und in Asien. Er erkundet den Menschen auf eine besondere Art. Gesichter ziehen ihn in ihren Bann, man erkennt die Hintergründe menschlicher Existenzen, seine einzigartige Kaffee-Eitempera-Technik fasziniert, die Farben, bräunlich und goldig zugleich fesseln auf Anhieb.

Immer haftet seinen Gesichtern, seinen Körpern etwas Geheimnisvolles an, das jeden neugierig macht auf diesen Maler, der so eigenständig seinen Weg geht, Menschen liebt und doch immer sich selbst bleibt. Er ist ein ewig Suchender, der sich auch mit Objekten beschäftigt, denn ganz unterschiedliche Techniken faszinieren und inspirieren ihn.

Es ist dies eine Ausstellung voller Überraschungen, sie passt in das Jubiläumsjahr der initiativen Galeristin Brigitte Wittwer und begeistert die Besucher durch ungewohnte Einblicke in die Kunst.

Ausstellung vom 15. April bis 6. Mai 2018, Öffnungszeiten wie Galerie, am Mo .geschlossen, So. offen gemäss Ausstellungszeiten, Di. bis Fr. von 13.30 bis 18.30 Uhr, Sa. von 10 bis 16 Uhr