Aufregung vergangene Woche in Hauenstein. Am Donnerstag soll ein Mann in einem blauen Fahrzeug Kinder beim Schulhaus angesprochen und gefragt haben, ob sie mit ihm Frisbee spielen wollen. Weil die Kinder den Mann nicht kannten, rannten sie davon. Weiter war nichts passiert. Wer der Mann ist und welche Absicht er hatte, ist unklar.

Grund genug für die Schulleitung der Kreisprimarschule Hauenstein/Ifenthal-Wisen, den Vorfall ernst zu nehmen. In einem Brief hat sie sämtliche Eltern über den Vorfall informiert. Und auch die Polizei wurde eingeschaltet. Diese ist daraufhin aktiv geworden, wie es auf Anfrage heisst: «Jeder Einzelfall verunsichert Kinder, Lehrpersonen und Eltern. Daher geht die Polizei solchen Fällen nach und leitet entsprechende Massnahmen ein.» So würden zum Beispiel die Kinder befragt oder der Schulweg überwacht. Trotzdem sei es oftmals nicht möglich, abzuklären, welche Absicht hinter dem Ansprechen der Kinder stecke, heisst es weiter. Auch in diesem Fall war dies nicht möglich.

Es komme immer wieder vor, dass Kinder auf dem Schulweg oder auf dem Schulgelände von Unbekannten angesprochen würden, heisst es vonseiten der Polizei weiter. Meistens würde keine böse Absicht dahinter stecken. Fälle, die strafrechtlich relevant wären, sind der Solothurner Kantonspolizei dann auch keine bekannt.

Zurück nach Hauenstein. Dort ist es der erste Zwischenfall dieser Art in zehn Jahren, wie Schulleiter Christoph Lutz meint. Man habe umgehend reagiert: «Die Lehrpersonen haben mit den Kindern besprochen, was vorgefallen war und wie sie sich in einem solchen Fall verhalten sollten.» Die Polizei rät den Eltern in diesem Zusammenhang:

  • Schicken Sie ihre Kinder nicht alleine, sondern in Gruppen zur Schule oder auf den Spielplatz.
  • Halten Sie ihr Kind zur Pünktlichkeit an.
  • Verängstigen Sie Ihr Kind nicht, aber erklären Sie ihm, dass es nie mit Fremden mitgehen oder in deren Auto einsteigen soll.
  • Bei Gefahr soll sich das Kind nicht verstecken, sondern dorthin laufen, wo sich Menschen aufhalten.
  • In bedrohlichen Lagen soll das Kind andere Menschen um Hilfe bitten oder schreien.
  • Wird das Kind von Unbekannten dazu aufgefordert, mit Ihnen mitzugehen, soll es den Eltern davon berichten. (rka)