Lostorf

Umbau des Schulhauses 1912 stösst bei den Ortsparteien auf keinen Widerstand

Das Schulhaus 1912 in Lostorf steht vor einem grossen Umbau, sofern der Souverän an der Urne dazu Ja sagt.

Das Schulhaus 1912 in Lostorf steht vor einem grossen Umbau, sofern der Souverän an der Urne dazu Ja sagt.

Am 27.September wird in Lostorf über die Sanierung des Schulhauses 1912 abgestimmt. Die Ortsparteien stehen hinter dem Umbau.

Der 27. September wird den Wahlbüros viel Arbeit bescheren, am meisten demjenigen von Lostorf. Denn hier müssen nicht nur die fünf eidgenössischen und die beiden kantonalen Vorlagen ausgezählt werden, sondern noch jene über den Umbau des Schulhauses 1912. Ein knapper Entscheid ist nicht zu erwarten, wenn man die Gemeindeversammlung vom 12. August 2020 als Stimmungsbarometer nimmt. Mit 37 zu zwei Stimmen verabschiedete der Souverän den Kredit in Höhe von 5,77 Millionen Franken.

Eine Umfrage bei den Ortssektionen der Parteien offenbart eine breite Zustimmung von links bis rechts. Thomas Graber von der SVP Lostorf-Mahren fasst sich kurz: «Wir sind klar dafür. Das muss man machen. Keine Diskussion!»

René Knecht von der CVP Lostorf-Mahren weist zwar darauf hin, dass es nur eine Parole innerhalb der Fraktion gebe, die nicht allgemein gelte. Das Ja zur Sanierung sei jedoch unbestritten: «Das Schulhaus ist nicht mehr in einem guten Zustand. Es ist bitter nötig, dass etwas gemacht wird.»

Transparente Abwicklung

Beat Probst, Gemeinderat und Sprecher der SP Lostorf-Mahren, war federführend am Projekt beteiligt. Seine Partei empfehle, dem Kredit zuzustimmen. Auf die Frage, wieso keine Gegnerschaft vorhanden sei, antwortet er: «Ich bin nicht sicher, ob es wirklich keinen Widerstand gibt. Spürbar ist er jedenfalls nicht. Aber ein Urnengang kann immer eine andere Wendung nehmen.» Dass die Vorlage quer durch alle Parteien unterstützt wird, liegt für ihn an der transparenten Abwicklung: «Das Projekt läuft schon sehr lange, seit gut zehn Jahren. Man hat immer mit offenen Karten gespielt. Es ist für niemanden eine Überraschung, so wie es jetzt ist. Der Gemeinderat und die Einwohnerschaft waren immer im Dialog.»

Probst sieht die breite Unterstützung auch als Zeichen der Wertschätzung: «Lostorf ist bildungsfreundlich. Es zeigt sich hier einmal mehr, dass die Bevölkerung viel Wert auf eine gute Bildung und die nötige Infrastruktur legt.»

«Renovation ist notwendig»

Die FDP hat bislang noch keine Parole gefasst, wie Präsident Hansruedi Hug mitteilt. Als langjähriges Mitglied in der Schulpflege und der Baukommission befürwortet Hug den Umbau: «Ich weiss, wie es dort drinnen aussieht, die Renovation ist notwendig.» Keine Stimmempfehlung kommt von der Freien Liste. «Wir geben nie eine Parole ab», erklärt Elisabeth Burri Mollet auf Anfrage.

Gemeindepräsident Thomas A. Müller (CVP) ist zuversichtlich, dass die Vorlage vom Stimmvolk «mit einer komfortablen Mehrheit» angenommen wird: Ein negatives Ergebnis käme für ihn unerwartet: «Das Projekt überzeugt, es ist nicht übertrieben. Die Unterrichtsräume sind viel zu klein und nicht mehr zeitgemäss.»

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