Glasfaser

Swisscom bringt schnelles Internet nach Grezenbach

In Gretzenbach wird der Datenverkehr ab spätestens Ende 2020 beschleunigt. (Archivbild)

Gretzenbach holt auf: Ab Ende 2020 steigt die Surfgeschwindigkeit durch Glasfaserkabel auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde.

Die Nachbarn sind bereits versorgt: In Däniken surft man bereits bis 1 Gigabit pro Sekunden, in Obergösgen sind es 100 Megabit pro Sekunde. Möglich macht dies die Glasfasertechnologie, die bis Ende nächsten Jahres auch in Gretzenbach installiert werden soll. Bis 1 Gigabit Surfgeschwindigkeit pro Sekunde hat die Swisscom geplant. 

Der Telekommunikations-Anbieter hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2021 jede Schweizer Gemeinde mit Glasfasertechnologie auszurüsten. 1,6 Milliarden Franken investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben in das Grossprojekt. Wie hoch die Summe für die Bauarbeiten in Gretzenbach ist, gibt die Swisscom nicht bekannt. «Zahlen zu den einzelnen Gemeinden kommunizieren wir nicht», sagt Adriana Rubin von Rod Kommunikation, die für Swisscom die Medienanfragen in Sachen Glasfaserausbau betreut. Einen Grund für diese Verschwiegenheit kennt sie nicht.

Der Baubeginn ist für November oder Dezember vorgesehen, für die Bauzeit sind zwischen einem halben und einem ganzen Jahr veranschlagt. Die grosse Zeitspanne irritiert. Bewusst legt die Swisscom auch keinen Stichtag fest, ab wann die neue Internetverbindung verfügbar sein wird. Man wolle keine Erwartungen wecken, die man nicht erfüllen könne, erklärt Adriana Rubin. Durch Unpässlichkeiten bei der Lieferung von Teilen könnten sich beispielsweise Verzögerungen ergeben.

Bevor das schnelle Internet bei den rund 2700 Einwohnerinnen und Einwohnern ankommt, müssen einige Vorarbeiten erledigt werden.

Sanierungen sollen koordiniert werden

In einem ersten Schritt holt die Swisscom die nötigen Bewilligungen für die Aushubarbeiten auf den privaten und öffentlichen Grundstücken ein. Was von der vorhandenen Infrastruktur weiterverwendet werden kann, wird, wo nötig, aktualisiert und für die neuen Internet-Bandbreiten bereitgemacht. Um einen Graben nicht zweimal aufreissen zu müssen, sollen andere anstehende Bauarbeiten wie Wasserleitungen oder Stromkabel im gleichen Moment erledigt werden. Gemäss Rubin sind in Gretzenbach jedoch keine Strassensanierungen geplant.

Die Swisscom wird in Gretzenbach künftig ein sogenanntes «Fibre to the Street» (FTTS) anbieten. Das Glasfaserkabel wird dabei bis auf 200 Meter an eine Liegenschaft herangeführt. «So werden wir in weiten Teilen der Gemeinde die Glasfaser in die Nähe der Häuser bringen», schreibt die Swisscom.

Freie Anbieterwahl bleibt bestehen

Von vier angebotenen Ausbaustufen ist dies die Stufe 2. Auf Stufe 1 wird das Glasfaserkabel bis 550 Meter an das Gebäude gelegt, was nur bis zu 100 Megabit pro Sekunde erlaubt. Die beiden nächst höheren Stufen wäre das Legen der Glasfaserkabel bis in den Keller mit bis zu 500 Megabit pro Sekunde («Fibre to the Building») oder sogar in die Wohnung («Fibre to the Home») mit bis zu 1000 Megabit pro Sekunde.

Die Wahl des Anbieters bleibt dabei frei, hält die Swisscom fest. Produkte von Wingo, M-Budget oder Sunrise würden auf dem Netz der Swisscom weiterhin angeboten.
Die Swisscom betreibt unter www.swisscom.ch/checker eine Anlaufstelle, wo Einwohner abfragen können, welche Leistungen und welche Produkte an ihrer Adresse oder unter ihrer Telefonnummer verfügbar sind. Auch ist es möglich, sich für eine automatische Benachrichtigung bei Standortneuigkeiten anzumelden.

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