Obergösgen

Seniorenzentrum Oase ist eröffnet – mit «Skulptur, die die Generationen verbindet»

Im neu eröffneten Seniorenzentrum Oase in Obergösgen steht ein Werk des Künstlers Stephan Schmidlin.

«Nein, ich bleibe in Rapperswil wohnhaft», meinte Beatrice Tschanz lachend auf die Frage, ob sie nun nach Obergösgen zügle. Die ehemalige Swissair-Kommunikationschefin und heutige Präsidentin des Verwaltungsrates der Oase Holding zeigte sich sehr zufrieden über den realisierten Bau: «Auf den Plänen sieht alles sehr abstrakt aus, aber nun steht es fertig da.»

Elisabeth Villiger, Delegierte des Verwaltungsrates, hätte die Oase schon Ende März eröffnen wollen: «Aber da kam der Lockdown. Nun haben wir wenigstens schönstes Spätsommerwetter», sagte sie zu den rund fünfzig Gästen, darunter der einheimische Kantonsrat Urs Huber, Lostorfs Gemeindepräsident Thomas A. Müller und fast der komplette Gemeinderat von Obergösgen, gut erkennbar an den blauen Hemden mit aufgesticktem Wappen auf der Brust und dem Vornamen am Kragen. Nur der blaue Kittel von Gemeindepräsident Peter Frei verdeckte dessen Zugehörigkeit etwas.

Heimweh-Obergösger kehren zurück

In seiner Ansprache erwähnte Peter Frei die Veränderungen, welche die Oase-Überbauung für das Dorf bedeute: «Obergösgen wird rund 300 neue Einwohnerinnen und Einwohner erhalten.» Bereits seien etwa 150 Personen zugezogen. Auch ergeben sich Rochaden innerhalb der Gemeinde: «Es gibt Leute, die haben ihr Haus verkauft und sind nun hier in eine Wohnung gezogen. Andere kommen aus der Umgebung wieder in ihr Heimatdorf zurück.»

Dass sich die Oase Holding überhaupt entschlossen habe, in Obergösgen zu bauen, sei dem ehemaligen Gemeinderat Karl Dudler zu verdanken. «Kari, du bist noch nicht unser Ehrenbürger, aber auf dem Weg dazu», rief Frei dem Bau- und Immobilienfachmann zu.

Daniel Studer, Direktor der Oase, zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung seit der Betriebsaufnahme Anfang April. «Unsere Pflegeabteilung mit 20 Betten ist nun voll besetzt».

Erstes Werk aus zwei Teilen

In der Mitte der Anlage steht ein Brunnenbecken. In ihr ruht die rund vierhundert Kilogramm schwere Holzskulptur von Stephan Schmidlin. Sie zeigt einen grauhaarigen Mann, der in einem umgekehrten Regenschirm sitzt und mit einem Stock versucht, den Fussball eines neben dem Brunnenbecken stehenden Buben zu berühren. «Es handelt sich um eine Skulptur, die Generationen verbindet», so der Künstler.

Schmidlin hat sie in seinem Atelier in Cham aus einem Baumstamm herausgeschnitzt. In jedem der insgesamt sechs Oase-Standorte steht ein anderes Werk von ihm, dieses von Obergösgen sei aber das erste, das aus zwei Teilen bestehe.

Hinweis: Am Samstag und am Samstag, 26. September 2020, kann die Oase Obergösgen zwischen 10 und 14 Uhr besichtigt werden, Telefon 062544 57 57.

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