Schönenwerd
Eniwa geht Umgebungsarbeiten in Schönenwerd an - trotz Unwetterpause

Derzeit liegen in der Gemeinde drei Bauausschreibungen rund um das Kraftwerk-Projekt auf – die Frist dauert noch wenige Tage.

Cyrill Pürro
Drucken
Teilen
Die Baustelle am Wehr in Schönenwerd von oben gesehen.

Die Baustelle am Wehr in Schönenwerd von oben gesehen.

Michael Küng (Archiv)

Seit August 2020 sind am Schönenwerder Wehr beim Schachenwald Baumaschinen am Werk. Die Aarauer Energiedienstleisterin Eniwa AG erneuert das Dotierkraftwerk mit dem Ziel, nach Inbetriebnahme rund 1000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Das entspricht der Menge einer Jahresproduktion von fünf Gigawattstunden.

Vitaparcour kann wieder genutzt werden

Nun liegen in der Bauverwaltung der Gemeinde die Bauausschreibungen für drei Nebenprojekte der Erneuerung auf. Zum einen soll eine neue Fussgängerbrücke über das Umgehungsgerinne entstehen. Wie die Leiterin für Kommunikation der Eniwa AG Sandra Bläuer auf Anfrage erklärt, gäbe es eine Holzbrücke mit einer Länge von rund 28 Metern.

Die Brücke dient Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern, sowie Fussgängerinnen und Fussgängern. Aufgrund des neuen Umgehungsgerinnes wurde der Streckenverlauf des Vitaparcours leicht angepasst und ist seit Anfang Juli wieder für die Bevölkerung geöffnet.

Bei der dritten Bauausschreibung handelt es sich um die Aufwertung des rechten Aareufers unter dem Auslauf des Dotierkraftwerkes. «Da wird eine Naturaufwertung erfolgen, die mit dem Naturstrom-Fonds der Eniwa AG finanziert wird», so Bläuer. Derzeit sei das Ufer mit Beton verbaut. Die bestehende Ufersicherung werde rückgebaut und mit einer Kombination aus Blocksteinen, Wurzelstöcken und lebenden Abweisern naturfreundlich gestaltet.

Baustelle war von Unwettern betroffen

Die Erneuerung des Dotierkraftwerkes ist Teil der Gesamterneuerung des Wasserkraftwerks Aarau. Um den Fortschritt der Arbeiten für die Öffentlichkeit aufzuzeigen, aktualisiert die Eniwa AG auf www.wasserkraft-aarau.ch regelmässig den Stand des Projektes.

Die Baustelle am Wehr in Schönenwerd musste während des Hochwassers aus Sicherheitsgründen geflutet werden. Hier ein Bild vom 16. Juli.

Die Baustelle am Wehr in Schönenwerd musste während des Hochwassers aus Sicherheitsgründen geflutet werden. Hier ein Bild vom 16. Juli.

zvg/Eniwa AG

Die Baustelle war von den Unwettern diesen Sommer aufgrund der direkten Lage zur Aare betroffen. Zur Sicherheit musste die Baustelle geflutet werden, wie Bläuer erzählt. Daraufhin seien die Arbeiten rund drei Wochen lang stillgelegen. «Das führte zu Verzögerungen bei der Realisierung des Dotierkraftwerks. Ein Teil davon kann während der nächsten Monate aufgeholt werden.»

Gemäss dem Projektbeschrieb ist der Abschluss der Erneuerung voraussichtlich auf März 2022 geplant.

Aktuelle Nachrichten