Gretzenbach

Rechnung schliesst mit einem tieferen Verlust als budgetiert

Die Nettoschuld pro Einwohner erhöht sich von 276 Franken des Vorjahres auf 711 Franken.

Die Nettoschuld pro Einwohner erhöht sich von 276 Franken des Vorjahres auf 711 Franken.

Die Gretzenbacher Jahresrechnung 2019 schliesst mit einem Verlust von rund 158'800 Franken ab.

«Das Jahresergebnis 2019 täuscht über die tatsächliche Situation hinweg. Die nachhaltige Steuerkraft ist bedeutend tiefer als die heutigen Steuererträge darstellen. Weitere absehbare Mindereinnahmen sind zusätzlich beunruhigend», schriebt der Gemeinderat in einer Mitteilung zur Jahresrechnung. Diese präsentiert sich wie folgt: Der Steuerertrag von 8,364 Mio. Franken entspricht ziemlich genau dem Budget (8,392 Mio. Franken) und liegt um 200'000 Franken höher als im Vorjahr. Erfreulicherweise konnten die Mehrkosten bei der Gesundheit (10'000 Franken) und beim Sozialen (56'000 Franken) mit teilweise deutlichen Budgetunterschreitungen in den anderen Dienststellen ausgeglichen werden.

Der Cashflow von 354'000 Franken der Jahresrechnung 2019 (3,8 Prozent) ist fast doppelt so hoch, wie budgetiert. Trotzdem vermag dieser aber die Abschreibungen von 513'000 Franken nicht zu decken. Dank tieferen Investitionen in der Höhe von 1,580 Mio. Franken (Budget 1,777 Mio. Franken) fällt der Finanzierungsfehlbetrag mit 1,226 Mio. Franken ebenfalls tiefer aus als erwartet. Die Nettoschuld pro Einwohner erhöht sich von 276 Franken des Vorjahres auf 711 Franken.

Die Steuererträge der Juristischen Personen liegen um 728568 Franken über dem Budget und betragen 1,229 Mio. Franken. Es handelt sich hier vor allem um einen einmaligen und ausserordentlichen Sondereffekt in der Höhe von 432'900 Franken. Die Steuererträge der Natürlichen Personen liegen um 606'480 Franken und der Eingang abgeschriebener Forderungen um 95'077 Franken unter dem Budget.
Bei der Gesundheit liegt der Beitrag an die kantonalen Pflegekosten mit 10'000 Franken nur leicht über dem Budget. Die Kosten der Sozialen Sicherheit steigen gegenüber dem Budget um 56'000 Franken und gegenüber dem Vorjahr um 145'000 Franken. Die Kostensteigerungen werden zum einen durch die Ergänzungsleistungen der IV und der AHV mit 28'000 Franken sowie zum andern durch die Sozialhilfekosten mit 23'000 Franken verursacht. In den übrigen sozialen Bereichen heben sich die Abweichungen in etwa die Waage.

Dank konstanter Budgetdisziplin der Kommissionen schliessen praktisch alle übrigen Dienststellen insgesamt 252'000 Franken unter ihren jeweiligen Budgets ab. Die grössten Einsparungen sind bei der Bildung 77'000 Franken, dem Verkehr 120'000 Franken, Umwelt und Raumordnung 44'000 Franken und beim Finanzergebnis 36'000 Franken zu verzeichnen. Beim Finanzergebnis wirkt sich trotz höherer Verschuldung das günstige Zinsumfeld positiv aus.

Spezialfinanzierungen mit gegenläufigen Tendenzen

In der Wasserrechnung resultiert bei einem Cashflow von 75'000 Franken ein Verlust von 12'000 Franken und somit reduziert sich das Eigenkapital auf 405'000 Franken. Die Abwasserbeseitigung erreicht zwar nur einen Cashflow von 49'000 Franken, verfügt aber über Eigenmittel von 1,5 Mio. Franken. Die Betriebskosten der ARA belaufen sich auf 323'000 Franken. Die Abfallbeseitigung zeigt einen Cashflow von 23'000 Franken und erhöht die Eigenmittel auf 100'000 Franken. Gegenüber dem Vorjahr nimmt die Abfuhrmenge Grüngut mit 134 Tonnen um 11 Prozent zu, das Altglas mit 63 Tonnen bleibt unverändert, während der Kehricht mit 561 Tonnen um 1.5 Prozent und sowie das Papier mit 85 Tonnen um 7.5 Prozent abnehmen.

Die Investitionsrechnung schliesst mit Netto-Ausgaben von 1,580 Mio. Franken unter dem Budget ab; die nicht ausgeschöpften Kredite werden jedoch nur auf das Folgejahr verschoben. Investiert wurde im Rechnungsjahr vor allem in die Gemeindestrassen 896'000 Franken, in die Wasserversorgung 830'000 Franken, in die Kanalisation 425'000 Franken, in die Schulliegenschaften 88'000 Franken und in die Feuerwehr 50'000 Franken.

Das Eigenkapital reduziert sich mit dem Jahresverlust auf 1,5 Mio. Franken.

Gemeindeversammlung findet am 17. August statt

Die Gemeindeversammlung vom 8. Juni 2020 wird auf den 17. August 2020 verschoben. Begründet wird dies mit der aktuellen ausserordentlichen Situation und Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung gegen die Verbreitung des Coronavirus. Die Traktandenliste wird anfangs August rechtzeitig im Niederämter-Anzeiger publiziert. Der Gemeinderat nahm von der Verschiebung des Beizlifest auf das Jahr 2021 Kenntnis. Auch abgesagt wurde das Sommerlager, Sporttag sowie das Jahresfest der Buddhisten von Ende Juni. (mgt)

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