Rohr

Nach 4 Jahren erstmals wieder Bilanzüberschuss

Die Gemeinde Rohr bei Stüsslingen hat erstmals seit 2013 weider einen Bilanzüberschuss.

Die Gemeinde Rohr bei Stüsslingen hat erstmals seit 2013 weider einen Bilanzüberschuss.

Anlässlich der letzten Gemeinderatssitzung konnte die Rohrer Finanzverwalterin Carolina von Däniken einen positiven Rechnungsabschluss präsentieren. Im Jahr 2017 weist die Gemeinde einen Überschuss von 65'900 Franken aus.

Anlässlich der letzten Gemeinderatssitzung konnte die Rohrer Finanzverwalterin Carolina von Däniken einen positiven Rechnungsabschluss präsentieren. Nach dem Vorjahr weist die Gemeinde auch für das Jahr 2017 einen Überschuss aus: Dieser beträgt 65'900 Franken, und somit liegt das Resultat weit über dem budgetierten Aufwandüberschuss von 23'400 Franken – und dies trotz den deutlich höheren Kosten im Bereich der sozialen Sicherheit (12 Prozent mehr als budgetiert). Dieser Mehrertrag ist die Summe diverser Faktoren: Ein Grund ist die ausserordentliche Zahlung der Forstbetriebsgemeinschaft Gösgeramt, welche den Gewinn 2016 im letzten Jahr an die Gemeinden ausbezahlt hatte.

Bei den Steuereinnahmen weist die Rechnung 2017 ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr und dem Budget aus. Weiter konnten früher gemachte Steuerrückstellungen aufgelöst werden. Und zu guter Letzt gab es die eine oder andere grössere Nachzahlung von Steuern aus dem Vorjahr. Bei einer Kleinstgemeinde wie Rohr kann dies zu grösseren Abweichungen führen. Die Zukunft wird zeigen, ob es sich um ein ausserordentliches Jahr handelte oder ob allgemein mit höheren Steuereinnahmen gerechnet werden darf.

Mehr Zeit für Fusionsgespräche

Ein weiterer Grund basiert auf der Entwicklung der Fusionsgespräche mit der Gemeinde Stüsslingen. Diese sind weniger weit fortgeschritten als ursprünglich geplant. Die für 2017 budgetierten Aufwendungen kamen deshalb nur zu einem kleinen Teil zum Tragen. Hier gilt allerdings zu beachten, dass diese Kosten nicht weggefallen, sondern lediglich aufgeschoben sind. Auch weitere Massnahmen aus den letzten Jahren zeigen nun immer mehr Wirkung. Unter anderem konnten mit dem Wechsel zur Spitex Wartenfels die Kosten stark gesenkt werden. Mit diesem Überschuss kann die Gemeinde Rohr den per Ende 2016 ausgewiesenen Bilanzfehlbetrag abbauen und somit das erste Mal seit 2013 wieder einen Bilanzüberschuss von 18'900 Franken ausweisen. Dank positivem Abschluss bei den Spezialfinanzierungen dürften die Wassergebühren voraussichtlich in ein oder zwei Jahren wieder nach unten angepasst werden können.

Das Sorgenkind bleibt die Kapelle: Diese Spezialfinanzierung wies einmal mehr ein Defizit von 1400 Franken aus. Die bevorstehende Gründung eines Kapellen-Vereins soll hier helfen, dass die Einnahmen gesteigert und Investitionen finanziert werden können.

Investitionen denkbar

Die kleinste Gemeinde der Region kann alles in allem auf ein durchaus gutes Jahr zurückblicken. Gemeindepräsident André Wyss zeigt sich entsprechend zufrieden. Nun kann auch wieder vermehrt an Investitionen gedacht werden. Eine davon ist die geplante Ortsplanrevision, eine weitere sind nötige Strassensanierungen. Die Rechnungsgemeindeversammlung findet am Montag, 11. Juni 2018, statt. (awr/otr)

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