Sie verfügt über eine Spindeldrehzahl von 6000 Umdrehungen, kann Metallstücke von bis zu sechs Metern Länge und 2,25 Metern Höhe bearbeiten und ihr Magazin besteht aus bis zu 100 Werkzeugen. Und sie ist der ganze Stolz der Gretzenbacher Firma Meag AG: Die Rede ist von der neuen Fahrständerfräsmaschine, hergestellt von einem deutsch-spanischen Werkzeugmaschinenbauer.

Thomas Gretler, zuständig für Marketing und IT-Infrastruktur bei der Meag AG, erklärt auf Anfrage die Neuanschaffung: «Dank der neuen Maschine können wir unsere Marktleistung mehr als verdoppeln. Wir investieren damit also in unsere Zukunft.» Konkret handelte es sich um 1,4 Millionen Franken, die die Gretzenbacher Firma für die Modernisierung ausgab.

«Neue Maschine ist Bekenntnis zum Standort Gretzenbach»

Die alte Maschine musste der neuen Platz machen. Ausserdem waren einige bauliche Anpassungen an der Produktionshalle nötig: Die neue Maschine benötigte eine aufwendige Fundamentierung, die Werkhalle wurde um einige Quadratmeter vergrössert und mehrere Maschinen wurden versetzt.

«Die Anschaffung der neuen Maschine ist für uns nicht nur eine Möglichkeit zur Leistungssteigerung, sondern auch ein Bekenntnis einerseits zum Werkplatz Schweiz und andererseits zum Standort in Gretzenbach», so Gretler weiter. Die Festigung des Standorts sei ein «grosses Anliegen der Geschäftsleitung».

Neue Arbeitsplätze dank Investition geschaffen

Zusammen mit der neuen Maschine konnten auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Gretler erklärt: «Damit der Betrieb über mehrere Schichten hinweg organisiert werden kann, können wir eine bis zwei Personen neu einstellen.»

Aufgrund des schweizweiten Fachkräftemangels sei es jedoch schwierig, geeignete Mitarbeitende zu finden. «Rein wirtschaftlich wäre es uns als Firma aber möglich», sagt der Marketingleiter.

«Der Maschinenpark ist unter Hauptkapital»

Die Meag AG wurde am 1. April 1997 gegründet. Die Firma ging aus der Schenker Technik AG mit Sitz in Gretzenbach heraus, die im Februar 1997 Konkurs anmeldete. 62 der 134 Arbeitsplätze konnten gerettet werden, wie diese Zeitung damals berichtete. Bereits zwei Jahre nach der Neugründung konnten positive Ergebnisse vermeldet werden. Die Firma erwirtschaftete 1999 einen Umsatz von 12 Millionen Franken und konnte einige Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen.

«Neben den Mitarbeitern ist der Maschinenpark unser Hauptkapital, also müssen wir diesen ständig erneuern und hier investieren», sagte Max Strickler, der die Meag AG noch immer als Geschäftsführer leitet, damals zu dieser Zeitung. Laufend investierte das Unternehmen in neue Maschinen und Infrastrukturen.