Lostorf

Leseratten in Lostorf – wie geht es dem offenen Bücherschrank?

Der offene Bücherschrank ist ein Erfolg.

Der offene Bücherschrank ist ein Erfolg.

Der gleichnamige Verein betreut das Angebot und ist zufrieden.

In Lostorf steht seit sechs Monaten ein offener Bücherschrank zwischen dem Gemeindegebäude und der alten Post. Ursprünglich war es vorgesehen, dass der Schrank in die Telefonzelle beim Postgebäude kommt. Doch aus bürokratischen Gründen wurde nichts daraus. «Es hat sich gezeigt, dass der jetzige Standort ideal ist», erklärt Daniel Jäggi, Präsident des Vereins Offener Bücherschrank Lostorf. Jetzt können auch mehrere Personen vor dem Schrank stehen. «Wir wollten mit diesem Bücherschrank auch einen kleinen Treffpunkt schaffen», sagt er. Im überdachten Durchgang, unweit der Alterswohnungen und gerade neben dem Verwaltungsgebäude, ist es ein belebter Ort. Die «spontanen Begegnungen», die beim Stöbern entstehen können, findet Jäggi wichtig.

Keine Entsorgungsstation, sondern Inspirationsquelle

Laut Jäggi wird der Schrank rege genutzt: «Es geht jeden Tag jemand von unserem Verein vorbei und kontrolliert, ob alles in Ordnung ist.» Probleme wie Littering oder Vandalismus hätten sie bis jetzt keine. Auch die Qualität der Bücher sei gut. «Wir entfernen anstössiges Material und wir wollen auch keine Zeitschriften in unserem Bücherschrank.» Denn der Schrank ist zum Teilen gedacht und nicht als Entsorgungsstation. Nur selten müsse er etwas aus dem Schrank entfernen.

«Ich lese selber gerne und nutze den Schrank auch», sagt Jäggi. So würde er immer wieder neue Autoren und Bücher entdecken, die ihm gefallen.
Er sieht es nicht als Konkurrenz zu einem Bücherladen. Eher im Gegenteil: Es soll zum Lesen animieren: «Wenn mir ein Autor gefallen hat, den ich durch den Schrank entdeckt habe, dann gehe ich ja in den Bücherladen und kaufe weitere Bücher dort.»

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