Kirchgemeinde Niederamt
Neuer Pfarrer gewählt und trotz schwierigem Jahr: «Das Beste daraus gemacht»

Die Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Niederamt traf sich kürzlich zur Budget-Versammlung. Bei einem Rückblick ging Präsident Gottfried Dörfelt auf die schwierige Situation im vergangenen Jahr ein.

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Blick auf den Turm einer evangelisch-reformierten Kirche.

Blick auf den Turm einer evangelisch-reformierten Kirche.

Ennio Leanza (Archiv)

«Corona hat das Gemeindeleben weiterhin stark beeinflusst. In beiden Pfarrämtern wurde das Beste daraus gemacht», heisst es in einer Mitteilung. Und «Leider stimmen die stark gestiegenen Fallzahlen nicht sonderlich optimistisch. Hierzu muss bemerkt werden, dass die Kirchgemeinde Niederamt keine eigene Coronapolitik betreibt.»

Anlässe und Gottesdienste würden dennoch so organisiert, «dass alle Mitglieder die Möglichkeit haben, diese zu besuchen und niemand ausgeschlossen oder benachteiligt wird.»

Im Bericht heisst es weiter, dass im August eine Kommission ins Leben gerufen wurde, welche sich über die zukünftige Gestaltung des Religionsunterrichts Gedanken mache. Dies erfolge in Zusammenarbeit mit den Römisch-Katholischen Kirchgemeinden, «werden doch die meisten Religionsstunden auf ökumenischer Basis abgehalten».

Pfarrer Michael Schoger beendet bald seine Amtszeit

Die Pensionierung von Pfarrer Michael Schoger rückt näher. Mit den Konfirmations- und Ostergottesdiensten 2022 endet seine Amtszeit. Im vergangenen Frühsommer hat die Pfarrwahlkommission ihre Arbeit aufgenommen. Schliesslich erfolgte ein einstimmiger Wahlvorschlag: Stefan Wagner wurde als zukünftiger Pfarrer des Pfarramts Nord vorgeschlagen.

Wagner ist 38 Jahre alt und studierte an der theologischen Fakultät der Universität Bern. Am 1. Oktober 2022 wird er seinen Dienst im Pfarramt Nord antreten.

Wegen notwendiger Renovationen: Defizit trotz solidem Ergebnis

Das Budget der Kirchgemeinde weist zwar einen Ertragsüberschuss aus, aufgrund der notwendigen Renovationen resultiere daraus jedoch ein Finanzierungsfehlbetrag von rund 96'000 Franken. Es gelte, weiter einen konsequenten Sparkurs einzuhalten: «Mittelfristig wird die Kirchgemeinde Niederamt um den Verkauf von Gebäuden oder deren Umnutzung nicht herumkommen.» Die Heizungssanierungen in Ober- und in Niedergösgen konnten bis auf ein paar kleinere Korrekturarbeiten abgeschlossen werden.

Investitionen im Jahr 2022

Was soll mit dem Pfarrhaus in Schönenwerd geschehen? «Mit dieser Frage hat sich der Kirchgemeinderat bereits an mehreren Sitzungen beschäftigt und das Haus auch in Augenschein genommen», heisst es weiter. Der Kirchgemeinderat will sich vorläufig noch alle Optionen offenhalten. Er hat entschieden, die Kosten für eine sanfte Renovation zu budgetieren.

Über die Heizungssanierungen der Kirche in Däniken und des Kirchgemeindehauses in Stüsslingen «muss sich der Rat dieses Jahr unbedingt Gedanken machen». Däniken habe dabei Priorität, da die Kirche noch elektrisch beheizt wird. Für die Ausarbeitung einer detaillierten Planung hat der Kirchgemeinderat 20’000 Franken budgetiert. Die Steuerung der Glocken bei der Kirche Lostorf muss ersetzt werden. Beim Aufstieg des Glockenturms müssen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, da diese ab dem neuen Jahr nicht mehr den Suva-Normen entsprechen.

Rita Famos wird die Kirchgemeinde besuchen

Zudem gibt der Kirchgemeinderat folgendes bekannt: «Es ist uns gelungen, Rita Famos, Präsidentin der Evangelischen Kirche Schweiz, zu einem Gottesdienst in unsere Kirchgemeinde einzuladen.» Sie wird den Gottesdienst vom 6. Februar 2022 in der Kirche Lostorf halten. «Es ist eine grosse Ehre für uns, dass die oberste Reformierte der Schweiz unsere Gemeinde besucht», heisst es dazu. (mgt/otr)

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