12'000 Quadratmeter gross ist das Areal Büelacker. Es ist eingeschlossen von der Bühlstrasse, dem Sportweg und der Lostorferstrasse. Ein Sportplatz, die Primarschule und die Mehrzweckhalle liegen direkt daneben.

Noch gehört es der Zone für öffentliche Bauten an. Der neue Teilzonen- und Gestaltungsplan Büelacker sieht eine Umzonung in die Zone W3 vor. Damit könnte verdichtetes Bauen zur Realität werden. Je nach Projekt hätten auf dem Areal 11 bis 39 Wohneinheiten Platz. Diese würden in Reihen- und Doppeleinfamilienhäusern sowie in Mehrfamilienhäusern unterkommen.

Winznauer hinterfragen Zonenänderung

Aufgrund seiner Lage und der Zone hat das Büelacker-Areal eine bewegte Geschichte: Im Sommer 2018 wurde das Projekt zur öffentlichen Mitwirkung aufgelegt. Die Winznauer konnten sich vorgängig an einer Informationsveranstaltung über das Projekt erkundigen. Zehn Mitwirkungsanträge wurden eingereicht.

Besonders hinterfragt haben die Einwohner die Zonenänderung. Es wurde befürchtet, dass für Schule, Vereine und Grossanlässe keine Entwicklungsfläche mehr vorhanden sei, wenn aus dem Büelacker ein Wohnquartier würde. Der Gemeinderat argumentierte damals mit der hochwertigen Lage des Areals.

Gemeinde kauft einen Drittel neben dem Sportplatz

Nach der Umzonung des Gebiets könnte der private Landbesitzer aber ein Bauprojekt entwickeln. Im Gestaltungsplan sind denn auch die Sonderbauvorschriften festgehalten, an die sich das Projekt halten müsste. So dürfen die Wohngebäude etwa maximal über drei Geschosse verfügen und rund ein Drittel des Baulands soll in eine Landwirtschaftszone umgewandelt werden.

Die Gemeinde will ausserdem rund 1500 Quadratmeter Land neben dem Sportplatz erwerben. Dieses Areal soll in der Zone der öffentlichen Bauten bleiben, sodass eine Schulraumerweiterung im Büelacker-Quartier langfristig gesehen möglich wäre.

Forderungen seien ausreichend erfüllt

Gemeindepräsident Daniel Gubler befürwortet den Gestaltungsplan weiterhin: «Der Gemeinderat ist davon überzeugt, dass dieses Projekt so richtig ist», sagt er auf Anfrage. Das Wachstum, das sich aus dem Gestaltungsplan ergebe, sei für die Gemeinde auch ohne Ausbau der bestehenden Infrastruktur möglich.

Das Postulat, das an der Budgetgemeindeversammlung im Dezember 2018 angenommen wurde, hatte der Gemeinderat im Februar 2019 behandelt. Beide Punkte — die Umzonung sowie die Gewährleistung der Sicherheit auf der Lostorferstrasse — seien im vorliegenden Gestaltungsplan ausreichend miteinbezogen worden.

Schon jetzt wird Widerstand gezeigt

Gubler erklärt: «Wir haben in Winznau eine grosse Nachfrage nach Mietwohnungen und Wohneigentum. Das sind oftmals in Winznau aufgewachseneKinder, die hier wohnen bleiben wollen, oder aber Rentner, die aus ihrem Haus in eine Eigentumswohnung ziehen wollen.» Der Gemeinderat habe darauf geachtet, dass die Überbauung den Bedürfnissen der Gemeinde entspricht. Darum würden mehrheitlich Doppel- und Reiheneinfamilienhäuser realisiert werden.

Schon jetzt zeigt sich: Für die Winznauer ist das Thema noch nicht erledigt. Einige Anwohner, die anonym bleiben möchten, kündigen bereits Einsprachen gegen den Gestaltungsplan an. Dieser noch bis zum 22. März auf der Gemeindeverwaltung auf.