Lostorf

Feuerwehr zum verunfallten Betonmischer: «Wir bereiteten uns auf einen möglichen Brand vor»

Lastwagen kippt von der Strasse in Garten von Mehrfamilienhaus

Lastwagen kippt von der Strasse in Garten von Mehrfamilienhaus

In Lostorf stürzte am Mittwoch ein Betonkipper in einem Wohnquartier. Zwei Passanten reagierten sofort und schlugen die Scheiben des Fahrzeugs ein. Der eingeklemmte Fahrer konnte befreit werden.

Beim Unfall eines Betonmischers am Mittwoch in Lostorf, musste die anwesenden Feuerwehrleute mit einem Brand rechnen. Das war nicht der Fall. Zum Glück versickerte zudem nur eine geringe Menge Öl im Garten.

 Aus noch unbekannten Gründen verlor am Mittwochnachmittag in Lostorf ein Chauffeur die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er krachte samt seinem 40 Tonnen schweren Betonmischer über den Strassenrand.  Der Lastwagen kam auf einem Garten und in der Garageneinfahrt eines Mehrfamilienhauses zum Liegen. Anwohner halfen dem leicht verletzten Chauffeur aus dem Fahrzeug.

Am Unfallort waren mehrere Patrouillen  der Kantonspolizei Solothurn, eine Ambulanz, die Feuerwehr Lostorf sowie Mitarbeiter verschiedener Spezialfirmen. Zur Bergung musste der frische Beton aus dem Lastwagen abgesaugt werden. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Von der Feuerwehr waren 14 Personen vor Ort. Weil der Lastwagen stark beschädigt wurde und seitlich zum Stillstand kam, war die Feuerwehr damit beschäftigt, auslaufende Flüssigkeiten zu binden.

Wo die Fuchslochstrasse auf die Hauptstrasse mündet, verlor der Fahrer des Lastwagens aus noch unbekannten Gründen die Kontrolle über das Fahrzeug.

Betonmischer kracht über Strassenrand

Wo die Fuchslochstrasse auf die Hauptstrasse mündet, verlor der Fahrer des Lastwagens aus noch unbekannten Gründen die Kontrolle über das Fahrzeug.

Feuerwehr bereitete sich auf möglichen Brand vor

Manuel Mathys, Oberleutnant und Einsatzleiter der Feuerwehr Lostorf sagt auf Anfrage: «Der Unfallort präsentierte sich unübersichtlich. Zu Beginn war unklar, welche Substanzen alles austreten.» Es habe sich um Motorenöl und Hydrauliköl sowie Wasser für den Betonmischer gehandelt.

«Wegen der auslaufenden Substanzen und weil unklar war, ob die Stromkreisläufe der Fahrzeugbatterie unterbrochen sind, bereiteten wir uns zudem auf einen möglichen Brand vor.» Gleichzeitig sorgte die Feuerwehr für die Verkehrsregelung auf der Hauptstrasse und für die Sicherheit am Unfallort. Für die Bergung des Lastwagens wurde eine Spezialfirma aufgeboten.

Der Einsatz der Feuerwehr dauerte mit den Aufräumarbeiten bis um 22:30 Uhr. Zusammen mit dem Amt für Umwelt nahm die Feuerwehr eine Einschätzung zur Kontamination des Bodens vor. Aktuell geht Mathys von einer geringen Menge eingesickertem Öl aus. «Im Moment rechnen wir mit einer Menge von 10-20 Litern.» Der Eigentümer des Gartens werde die oberste Schicht unter Mithilfe eines Gärtners abtragen und untersuchen. Die Garageneinfahrt war laut Mathys nach dem Einsatz wieder befahrbar.

Chauffeur konnte Spital am gleichen Tag verlassen

Zum Unfallhergang kann die Polizei noch keine genaueren Angaben machen, dieser sei Gegenstand von weiteren polizeilichen Abklärungen. Der Chauffeur wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht, konnte dieses aber am gleichen Tag wieder verlassen. Die Polizei schätzt die Höhe des Sachschadens auf mehrere 100'000 Franken.

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