Trimbach

Drei Gemeinden planen gemeinsame Schule – Schulhaus auf Froburg kommt nicht mehr infrage

Derzeit befindet sich im Gebäude rechts vom Restaurant Froburg die Fachschule für Sozialpädagogik.

Derzeit befindet sich im Gebäude rechts vom Restaurant Froburg die Fachschule für Sozialpädagogik.

Die Gemeinden Wisen, Trimbach und Hauenstein-Ifenthal planen eine gemeinsame Schule mit Tagesstruktur. Das Schulhaus auf der Froburg kommt dabei nicht mehr infrage.

In Trimbach sind alle drei Schulhäuser für Primar- und Oberstufe überbelegt. Drei Klassen werden in Räumen unterrichtet, die eigentlich nicht für den Klassenunterricht vorgesehen sind — als Übergangslösung.

Seit längerem wird nach definitiven Lösungen für diese Situation gesucht. So beschäftigt sich etwa das Modell «Schule 2020» mit einer Zusammenarbeit der Gemeinden Wisen, Hauenstein-Ifenthal und Trimbach. In den Juradörfern stagnieren die Schülerzahlen und die Klassenzimmer sind nicht voll besetzt, während in Trimbach immer mehr Schüler dazu kommen.

Die Gemeinde könnte also entlastet werden, wenn rund 60 Kinder der 1. bis 6. Klasse die Schulen der anderen beiden Gemeinden besuchten. Dafür würde eine Tagesstruktur mit Zusatzdiensten wie Verpflegung oder begleiteter Hausaufgabenhilfe geschaffen.

Der Trimbacher Gemeinderat klärte nun ab, ob eine Umnutzung der Räumlichkeiten auf der Froburg neben dem Restaurant Froburg möglich wären. Dort ist derzeit die Fachschule für Sozialpädagogik untergebracht. «Es ist ein lässiges Gebäude. Dort hätte es Platz für 60 bis 70 Schüler. Da das für unser Projekt aber nicht ausreicht, können wir nichts mit der Froburg anfangen», sagt der Trimbacher Gemeindepräsident Martin Bühler.

Das Gebäude sei entweder zu gross oder zu klein — man müsste also um- oder ausbauen. Darum habe der Gemeinderat nun entschieden, die bestehenden Schulhäuser in der Gemeinde besser nutzen zu wollen. «Unser Ziel ist es, im Gerbrunnenschulhaus die Werkräume und die Schulküche zu integrieren. So entsteht ein zentraler Standort für die Oberstufenschüler», so Bühler. Dafür seien auch einige Umbauarbeiten nötig. Die Primarschüler würden weiterhin im Mühlemattschulhaus und im Schulhaus Gassacker-Leinfeld untergebracht bleiben.

Projekt noch nicht aufgeben

Von der Idee einer Schule mit Tagesstruktur will Trimbach aber noch nicht abrücken: «Eine Arbeitsgruppe verfolgt das Projekt weiter», sagt Bühler. So werde man Abklärungen treffen, wie viele Familien aus Trimbach interessiert wären und wie viel sie für die Zusatzdienste zahlen würden.

Gleichzeitig wird weiter am Projekt «Schule 2020» gearbeitet. Bis Ende Jahr sollen Lösungsvorschläge der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Sommer 2019 sollen dann die Gemeinden Trimbach, Wisen und Hauenstein-Ifenthal an deren Gemeindeversammlungen über ein ausgereiftes Projekt abstimmen können. Und 2020, wie der Name bereits sagt, müssten die Massnahmen dann in die Tat umgesetzt werden.

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