Amtsgericht

Die Bankräuber von Däniken sollen hinter Gitter

Die Bankräuber wurden schuldig gesprochen - sie müssen hinter Gitter und werden für mehrere Jahre des Landes verwiesen.

Raubüberfall der Raiffeisenbank in Däniken

Die Bankräuber wurden schuldig gesprochen - sie müssen hinter Gitter und werden für mehrere Jahre des Landes verwiesen.

Das Amtsgericht Olten-Gösgen verhängte für alle drei Angeklagten eine Freiheitsstrafe und mehrjährigen Landesverweis.

Letzten Dienstag wurde der Prozess zum Banküberfall in Däniken am Amtsgericht Olten-Gösgen nach siebenmonatiger Pause wieder aufgenommen. Am Freitag wurde das Urteil verkündet.

Für den Überfall auf die Raiffeisenbank wurden die drei Angeklagten Miran B.*, Adam V.* und Kamil T.* des bandenmässigen Raubes und im Zusammenhang mit einem weiteren Vorfall wegen strafbarer Vorbereitungshandlungen zu Raub für schuldig gesprochen. Allen dreien blühen eine Freiheitsstrafe und mehrjähriger Landesverweis. Allerdings fielen die verhängten Strafmasse tiefer aus, als von der Staatsanwaltschaft gefordert.

Miran B., der vor zwei Jahren die Bank in Däniken überfiel und mit 13750 Franken fliehen konnte, legte ein Schuldgeständnis ab, nachdem das Überwachungsvideo ihn zweifelsfrei identifizierte. B., der als Kopf der Bande gilt, muss sich mit der höchsten der verhängten Strafen abfinden. Er steht vor einer Freiheitsstrafe von 51 Monaten und 12 Jahren Landesverweis. Auch Adam V. erhält für 12 Jahre einen Landesverweis, die Freiheitsstrafe beträgt 42 Monate. Kamil T., der am Wenigsten zu sagen hatte, wurde zu einer Haftstrafe von 34 Monaten verurteilt, wobei für die Hälfte ein bedingter Strafvollzug gewährt wurde. Weil die bereits abgesessene Haft allen angerechnet wird, bedeutet das für T., dass er auf Bewährung freikommt, da er bereits seit über 17 Monaten in Haft ist. Auch T. wird des Landes verwiesen, allerdings nur für 6 Jahre.

Als Beweis, dass hier von einem bandenmässigen Vorfall ausgegangen werden kann und als Grund für den Schuldspruch war vor allem ein Telefonat einen Tag nach dem Überfall ausschlaggebend. Darin sollen sich zwei der Beschuldigten über den tags zuvor verübten Raub unterhalten haben.

Aufgrund der Verzögerung, die einen unnötigen Aufwand generierte, müssen die Schuldigen nicht die gesamten Verfahrenskosten tragen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger von Miran B. etwa gab an, dass er sich noch mit seinem Mandant absprechen muss, ob der Fall ans Obergericht weitergezogen wird.

*Name von der Redaktion geändert

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