Es hat sich einiges verändert im Däniker Gemeindehaus, seitdem es im vergangenen August zum letzten Mal für die Öffentlichkeit geöffnet war. Von aussen fällt einem zuerst das Gerüst auf, das die Liegenschaft umhüllt. «Wir haben das ganze Gebäude ausgebeint, sodass nur noch der Rohbau stand», erklärt Urs Meyer. Er ist der zuständige Projektleiter des Architekturbüros Buser und Partner aus Aarau.

Von September bis Mitte Dezember hatte das Däniker Gemeindehaus weder Fassade noch Fenster. Deshalb nennt Meyer das Haus auch «Villa Durchzug».

«Das Dach leckte seit Jahren»

Kurzer Rückblick: Gebaut wurde das Gebäude Ende der 1970er-Jahre. Vor allem die Installationen, das heisst die sanitären Anlagen und die Elektrik, waren in die Jahre gekommen. Ausserdem war das Haus nicht auf die neusten energietechnischen Standards ausgerichtet.

«Der dringendste Auslöser war aber das Dach. Es leckte seit Jahren», sagt Meyer beim Rundgang auf der Baustelle. Auch erdbebentechnisch war die Verwaltung nicht auf dem aktuellsten Stand. Deshalb wurde eine Zustandsanalyse durchgeführt, um die Mängel aufzuzeigen. Daraufhin folgte die Auftragsvergabe an das Aarauer Architekturbüro.

Kredit von 3,4 Millionen Franken wird nicht überschritten

Im Dezember 2017 hatte das Däniker Stimmvolk den Kreditantrag zur Sanierung des Gemeindehauses von 3,4 Millionen angenommen und damit die Umbauarbeiten in die Wege geleitet.

Zuerst wurde eine Betonscheibe, die vom Keller bis zum Dach reicht, eingebaut. Sie dient dem Erdbebenschutz. Zudem wurde die ganze Gebäudehülle, das heisst alle Fenster und alle Metallplatten, ausgetauscht.

Neues WC, neue Lüftung, neuer Lift

Komplett neu ist auch die Lüftungsanlage. Vorher gab es nämlich keine. Nun sorgt eine moderne Anlage dafür, dass die Räume be- und entlüftet werden. «Das ist energiesparender, als wenn immer die Fenster geöffnet werden», erklärt Meyer den Gedanken dahinter. Neuerdings sind auch ein behindertengerechtes WC und ein moderner Lift Bestandteile des Gemeindehauses.

Seit rund zwei Wochen sind die Handwerker mit dem Innenausbau beschäftigt. «Es stehen noch die fertige Montage der Lüftungskanäle, diverse Malerarbeiten und das Verlegen der Böden an», so Stefan Kyburz, der zuständige Bauleiter des gleichen Architekturbüros. Ausserdem wird auf dem Dach Kies ausgestreut, das dort einen Garten ermöglicht, wie Kyburz weiter erläutert.

Sturm im Herbst beschädigte den Sitzungsraum

Die Umbauzeit verlief bislang ohne grössere Zwischenfälle, bestätigen die beiden. «Als es im Herbst 2018 stürmte, wurde zum Glück nur das Regenschutzdach und das Parkett im Sitzungsraum des Gemeindeammanns beschädigt», blickt Meyer zurück. Der Belag musste ersetzt werden.

In der zweistöckigen Liegenschaft an der Kürzestrasse 13 befindet sich nicht nur die Verwaltung der Gemeinde Däniken. «Das zweite Obergeschoss ist komplett fremdvermietet», weiss Kyburz. Ein Treuhandbüro, ein Reisebüro, eine Online-Agentur sowie ein Architekturbüro sind im Gebäude zu Hause.

«Es wird eine Punktlandung geben»

Die Dauer der Renovation war ursprünglich für ein Jahr angesetzt. Voraussichtlich werden die Arbeiten allerdings schon früher abgeschlossen werden können. Meyer geht davon aus, dass dies Ende Mai der Fall sein wird. Zuerst wird die Gemeindeverwaltung, die sich derzeit provisorisch im Kindergartengebäude eingerichtet hat, einziehen. Dann folgen die weiteren Mieter.

Laut Meyer wird das Budget von 3,4 Millionen Franken eingehalten: «Es wird eine Punktlandung geben», ist er überzeugt.