Vor einem Jahr hat der TC Froburg Trimbach völlig überraschend den Schweizer Meistertitel in der Nationalliga-A-Interclubsaison geholt. Ab nächster Woche muss das Team von Coach Bartholomé Szklarecki seinen Titel verteidigen.

Aufgrund des Titels im Vorjahr zu erwarten, dass die Trimbacher in diesem Jahr ihren Triumph wiederholen, wäre vermessen. Die Konkurrenz in der Nationalliga A ist in diesem Jahr stark. Allen voran die Grossklubs aus Genf und Zürich haben mit ihren deutlich grösseren Budgets auf dem Transfermarkt ordentlich zugelangt und ein Kader verpflichtet, das auf dem Papier stärker ist als jenes von Trimbach.

Entsprechend formulieren die Trimbacher ihre Ziele vorsichtig: «Wir möchten die Liga halten und wenn möglich in der Finalrunde mitspielen», sagt Klubpräsident Marco Meyer.

Drei Schweizer Meister im Kader

Zu unterschätzen ist der TC Froburg aber keinesfalls. Die Abgänge von Robin Roshardt und Nico Borter konnten nahezu adäquat kompensiert werden. Neu zum Team gestossen sind die beiden Schweizer Sandro Ehrat und Adam Moundir. Ehrat, der einst die Nummer 295 der ATP-Rangliste war, gehört noch immer zur nationalen Spitze und hat in der abgelaufenen NLB-Saison für den TC Büsingen vier von fünf Matches auf Position eins gewonnen. Und auch Moundir könnte für die Trimbacher zu einem wichtigen Punktelieferanten werden.

Der Zentralschweizer, der in Amerika College-Tennis spielt, hat im vergangenen Dezember auf sich aufmerksam gemacht, als er in Derendingen den stark besetzten Silvester Cup gewann und dabei zwei N1-Spieler bezwang. Neben Ehrat und Moundir weiss der TC Froburg auch gleich drei amtierende Schweizer Meister in seinem Kader. Der Bekannteste des Trios ist Yann Marti.

Der umstrittene Walliser Heisssporn, der aktueller Schweizer Meister der Elite ist, hat bereits im Vorjahr für Trimbach gespielt und einige wichtige Punkte gewonnen. Mit Luca Keist – Winter-Schweizer-Meister U18 – und Mirko Martinez – Sommer-Schweizer-Meister U18 – gehören zwei weitere Youngsters zum Team, die Coach Bartholomé Szklarecki auf den hinteren Positionen zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. Keist und Martinez werden mit Luca Giacomelli und Jeremy Moser um NLA-Einsätze kämpfen. «Wir werden auch in diesem Jahr auf der Position sechs auf Nachwuchsspieler setzen, die zum Teil aus der eigenen Tennisschule kommen. Darauf sind wir stolz», sagt Trainer Szklarecki.

Auftakt auswärts in Neuenburg

Mit den Russen Daniil Medvedev, der im Februar das Profiturnier in Trimbach gewonnen hat, und Alexander Kudryatsev, dem Deutschen Nils Langer und der letztjährigen Nummer eins Michal Przysiezny aus Polen haben die Trimbacher zudem gleich mehrere vielversprechende ausländische Cracks im Kader, die für die Position eins infrage kommen.

In dieser Konstellation ist dem Team auch in dieser Saison durchaus wieder eine Überraschung zuzutrauen. Allerdings nur dann, wenn sowohl die ausländischen Verstärkungsspieler als auch die jungen Athleten aus der Region den einen oder anderen Exploit landen können. Zum Auftakt treffen die Trimbacher am Dienstag auswärts auf CT Neuchâtel. Ein Gegner, der in Reichweite liegt. Ein guter Start könnte der Equipe sicherlich den nötigen Motivationsschub verleihen, um in den Heimspielen gegen die favorisierten Zürcher Grossklubs Seeblick ZH (Donnerstag, 4. August, 11 Uhr) und Grasshopper ZH (Sonntag, 7. August, 12 Uhr) weitere Punkte zu sammeln.