Die Asylunterkunft wurde vor rund 20 Jahren erstellt. Sie besteht aus einem alten Metallcontainer, der mittlerweile in die Jahre gekommen ist. Fünf Asylbewerber leben in den Räumlichkeiten an der Winznauerstrasse. Eigentümerin der Liegenschaft ist die Gemeinde Lostorf. Diese verkündete denn auch in ihrem Jahresbericht 2018, dass der «marode Asyl-Pavillon» ersetzt werden müsse.

Im Neubau sollen künftig rund zehn Personen leben können. Gemeindepräsident Thomas Müller führt aus: «Der Gemeinderat hat sich für eine zweistöckige Variante entschieden.» Darin würden zwei Wohnungen für je fünf Personen realisiert werden. Der Neubau sei für die nächsten 40 bis 60 Jahre ausgelegt. «Es wird eine längerfristigere Lösung. Eine Baracke wollten wir schon alleine aus optischen Gründen keine mehr», erklärt der Gemeindepräsident. Die Bauherrschaft für den Neubau liegt bei der Gemeinde Lostorf, die Sozialregion Oberes Niederamt wird die künftige Mieterin.

Bauarbeiten könnten im Frühling 2020 beginnen

An der Sitzung am vergangenen Montagabend wollte der Gemeinderat das Kreditbegehren über 650'000 Franken für den Neubau verabschieden. Das letzte Wort hat nämlich der Souverän. Müller berichtet: «Wir haben einstimmig beschlossen, nochmals eine Ausschreibung für die Arbeiten am Holzbau zu machen.» Sobald drei Offerten eingegangen seien, könne der Gemeinderat entscheiden.

Damit verzögert sich das Bauprojekt: Während Müller Mitte Juli noch hoffte, der Souverän könnte Anfang September über das Vorhaben entscheiden, muss er nun den Termin für die ausserordentliche Gemeindeversammlung absagen. Vermutlich werde das Geschäft im Dezember zur Abstimmung kommen. Bei einem Ja zum Bauvorhaben könnten die Arbeiten dann im Frühling 2020 beginnen.