Obergösgen

Beschwerden gegen das Projekt Steinengasse abgewiesen

Die von der Oase-Gruppe angrenzend an den heutigen Obergösger Dorfkern geplante Überbauung Steinengasse mit 17 Baukörpern; rechts die als Alters- und Pflegeheimvorgesehenen Gebäude an der Lostorferstrasse (Visualisierung).

Die von der Oase-Gruppe angrenzend an den heutigen Obergösger Dorfkern geplante Überbauung Steinengasse mit 17 Baukörpern; rechts die als Alters- und Pflegeheimvorgesehenen Gebäude an der Lostorferstrasse (Visualisierung).

Sämtliche Beschwerden gegen den Gestaltungsplan des Projekts Steinengasse in Obergösgen sind durch den Regierungsrat abgewiesen worden.

Der Solothurner Regierungsrat hat alle Beschwerden gegen das Projekt Steinengasse in Obergösgen abgewiesen. Zur Erinnerung: Gegen die Änderung des Teilzonenplans sowie den Gestaltungs- und Erschliessungsplan Steinengasse gab es 23 Einsprachen. Im November 2016 hat der Gemeinderat die Einsprachen teilweise gutgeheissen und im Übrigen abgewiesen.

Sechs Parteien legten dagegen Beschwerde ein. Unter anderem machten die Beschwerdeführer ästhetische Gründe geltend. Die geplante Überbauung gliedere sich nicht in die bestehende Siedlungsstruktur ein und verstosse gegen das räumliche Leitbild der Gemeinde sowie das regionale Entwicklungskonzept. Die Bebauung entspreche jener einer Stadt und weise keinen Bezug zum Dorf auf. Das Projekt der Oase-Gruppe auf dem rund 22 000 m2 grossen Areal hinter dem Dorfkern sieht 17 Baukörper für 200 bis 300 Bewohner vor.

Fachkenntnisse infrage gestellt

Mehrere Beschwerdeführer verlangten, die Bauhöhe zu verringern. Ein Teil der Gebäude sei nur zwei- statt dreigeschossig zu bauen. Auch wurde verlangt, dass der eingedolte Bach freigelegt wird. Ein Beschwerdeführer bemängelte zudem, dass kein Architekturwettbewerb durchgeführt wurde. Andere störten sich an der baulichen Verdichtung im Quartier oder schlugen vor, die Zonenplanänderung zugunsten der Gesamtrevision der Ortsplanung aufzuschieben. Zwei Beschwerdeführer stellten schliesslich sogar die fachlichen Kenntnisse des Gemeinderates infrage.

Der Regierungsrat hat nun sämtliche Einwände vollumfänglich abgewiesen und die Planung genehmigt. Auf Anfrage beim Kanton heisst es, der Regierungsrat erachte den Teilzonenplan als recht- und zweckmässig.

Meistgesehen

Artboard 1