Erlinsbach AG

«Am gleichen Ort haben, wie vor 100 Jahren» – Brunnenstreit sorgt für Unmut

Brunnenknatsch in Erlinsbach

Brunnenknatsch in Erlinsbach

Der Architekt Jakob Geisseler streitet mit der Aargauer Gemeinde um den Standort eines alten Brunnens.

Die Gemeinde Erlinsbach und ein Architekt sind sich uneinig, wo der alte Brunnen von der Saligasse in Zukunft stehen soll.

«Ich möchte den Brunnen wieder am gleichen Ort haben, wo er schon vor 100 Jahren gestanden ist», sagt der Architekt Jakob Geisseler in die Kamera des Regionalfernehens Tele M1 in einem Beitrag, der vorgestern Sonntag ausgestrahlt wurde. Die Rede ist vom alten Brunnen an der Verzweigung von Saligasse und Saalhofstrasse: Er musste weichen, weil derzeit eine Überbauung an der Saligasse errichtet wird. Der Einheimische Jakob Geisseler möchte, dass an diesem Standort festgehalten wird. «Etwas zurückversetzt soll der Brunnen werden, da ja eine neue Strassenmündung entstehe.»

Damit ist er anderer Meinung als die Erlinsbacher Behörden. Sie wollen den Brunnen über die Kreuzung an der Saalhofstrasse, bei der Bushaltestelle «Sagi», wieder aufrichten lassen. Die Gemeinde sei nicht grundsätzlich gegen eine Nutzung des alten Standorts gesinnt gewesen, heisst es im TV-Bericht: «Man hat den Architekten mindestens drei Mal darauf hingewiesen, dass die Planung, die er eingereicht hatte, nicht genüge und er eine Neue erstellen solle», sagte der Erlinsbacher Bauverwalter David Fiore.

Geisseler hätte also die Chance auf eine Umsetzung nach seinen Vorstellungen gehabt. Weiter habe er den Vorschlag der Gemeinde, am alten Standort zusätzlich einen Lindenbaum und eine Sitzbank hinzustellen, ignoriert. «Im vergangenen Mai haben wir entschieden, dass am Standort auf der anderen Strassenseite festgehalten wird», so der Bauverwalter gegenüber Tele M1 weiter.

«Dorn im Auge»

Der Architekt seinerseits, dem der neue Standort ein Dorn im Auge ist, kann nicht nachvollziehen, warum seine Planung nicht ausreichend sei: «Ich glaube kaum, dass der kleine Platz auf der anderen Strassenseite einen öffentlichen Charakter haben kann.»
Dem widerspricht Gemeindepräsidentin Monika Schenker im zweiminütigen Beitrag: «Die Bushaltestelle wird wieder verändert, der Brunnen würde genügend Platz erhalten», erläutert sie und ergänzt, dass noch weitere Standorte in der Nähe geprüft werden. Eines sei klar: Der Brunnen werde einen neuen Platz erhalten.

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