SAC Olten

40 Kilogramm Käse für ein Wochenende: SAC-Wirtegruppe organisiert Raclette-Festessen

Im General-Wille-Haus ob Ifenthal servierten die «Niederämter Stiigiiseschliifer» vom SAC Olten die beliebte Käsespezialität.

Vierzig Kilogramm Käse hat Peter Arnet eingekauft. Eineinhalb Tage später sollte dieser komplett aufgegessen sein. «Wenn ich mehr brauche, kann ich beim Lieferanten auch noch zusätzliche Mengen beziehen», sagt der «Racletteur» der Wirtegruppe «Niederämter Stiigiiseschliifer». Es ist Samstag Mittag, die Gaststube mit den Soldatengemälden aus dem Ersten Weltkrieg füllt sich allmählich. Arnet legt eine Scheibe Käse unter einen Raclette-Ofen und beobachtet den Schmelzvorgang.

Heute probiert er erstmals eine neue Sorte aus. «Bislang verwendete ich Emmi-Käse, nun solchen von Habegger aus der Ostschweiz.» Als der Käse flüssig wird und goldgelb schimmert, schabt ihn Arnet von der Platte auf den Teller mit SAC-Signet. Auf die feine Kruste legt er Wert: «Ich liebe Raclette, wenn es knusprig ist.» Arnet, der hauptberuflich als Dachdecker und Spengler arbeitet, trägt den Teller zu einem Tisch. «Wer nimmt das ‹Probiererli›?», fragt er eine Gruppe, die bereits eine Flasche Yvorne vor sich stehen hat. Ein Freiwilliger nimmt den ersten Biss. «Wunderbar», ruft er aus. Der Koch ist erleichtert. Seit 15 Jahren gehört der Gretzenbacher dem SAC Olten an. «Ich bin ein Späteinsteiger», meint er lachend. Vorher habe er sich vor allem für Fussball interessiert.

Die «Niederämter Stiigiiseschliifer» rief sein Kollege Urs Schenker vor 13 Jahren als Untergruppe des SAC Olten ins Leben. «Ich suchte einfach ein Wort mit sechs i-Buchstaben», erklärt der Heimleiter augenzwinkernd den ungewöhnlichen Namen. Jedes Jahr wirtet die Gruppe an einem Winter-Wochenende im General Wille-Haus. Zwei Tage lang steht Arnet dann hinter drei elektrischen Raclette-Öfen, während Schenker den Suppentopf überwacht. Eine Portion Raclette reichert Arnet mit zwei Kartoffeln, einer geschnittenen Essiggurke, zwei Tomatenschnitzen und ein paar Silberzwiebeln an. Ein Büschel Petersilie rundet das Gesamtbild ab.


Ein Helferteam unterstützt die begeisterten Berggänger: «Wir brauchen zwischen sechs bis acht Leute für den Service», erklärt Arnet. Am Sonntag sei besonders viel los. Um sieben Uhr wird aufgestanden, um neun Uhr kommen die ersten Gäste, von der Mittagszeit an herrscht Hochbetrieb. Ehefrauen und Freunde helfen mit, den Ansturm zu bewältigen.


Für dieses Jahr sind alle Wochenenden vergeben, doch für nächstes Jahr fehlt noch eine Wirte-Gruppe. «Es ist überall dasselbe Problem», klagt Schenker. Was eine Gruppe als Spezialität zubereiten will, steht ihr frei. Am nächsten Wochenende gibt es Fleisch: Gnagi stehen da auf der Speisekarte.

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Autor

lordeg

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