Angefangen hat alles vor 31 Jahren mit einer grossen Begeisterung für Kung-Fu. Im Jahr 1993 reiste Peter Ingold erstmals nach Hongkong. Dort – im Ursprungsgebiet des Kung-Fu – bot sich ihm die Gelegenheit, eine Ausbildung zu absolvieren. Damals reifte auch der Gedanke, sich selbstständig zu machen. «Als ich schliesslich im Jahr 1994 ‹Wu-Man sports› an der Werkhofstrasse in Solothurn eröffnete, glaubte niemand daran, dass mein Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird, geschweige denn, dass mir eine Bank Geld anvertraute», sagt Ingold.

Mittlerweile feiert das Unternehmen, das seit 2005 in Lohn-Ammannsegg ansässig ist, das 25-Jahr-Jubiläum. Auf seinen Erfolg angesprochen meint er: «Klar könnte man immer noch mehr wollen, aber ich will Kung-Fu-Lehrer bleiben und nicht nur Manager sein.» In seiner Schule herrsche eine familiäre Atmosphäre, die jungen Leute würden dies schätzen.

Im Studio des «Wu-Man sports» hängen Boxsäcke von der De4cke. Bälle, Langstöcke und die Holzpuppe als Trainingsgerät, genannt «Mok Yan Chong», warten auf die Benützer. Das Kursangebot beinhaltet Kung-Fu für Erwachsene und Kinder, Qi-Gong, Kick-Boxing und Kick-Power. Peter Ingold ist «Win-Chun-Meister», was «schöner Frühling» heisst.

Vor 300 Jahren von einer Nonne entwickelt

«Entwickelt hat diese Kampfkunst die Nonne Ng Mui, die ihr Wissen und Können vor 300 Jahren an eine junge Frau namens Wing Chun weitergab. Diese wollte sich damit gegen einen Mann wehren, den sie wider ihren Willen heiraten sollte», weiss Ingold. Kung-Fu nach Wing Chun fördere Gesundheit, Haltung und Körpergefühl. Es bedeute nicht nur körperliches, sondern auch geistiges Training. Kinder und Jugendliche würden die Grundprinzipien spielerisch lernen. «Sie können so Dampf ablassen und lernen, mit ihrer Energie umzugehen.»
«In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist auch Qi-Gong zum Harmonisieren und Regulieren des Qi-Flusses sehr gefragt», sagt Si-Fu Peter Ingold. Si-Fu heisse Vater-Lehrer und stehe der Person zu, die den Kampfsport in der Schule am längsten praktiziere. Peter Ingold unterrichtet seit 25 Jahren hauptberuflich.

Bereits 15 Jahre ist Yvonne Emmenegger seine Schülerin und hat vor zwei Jahren ihren Meistertitel erlangt. «Kung Fu wirkt sich vorteilhaft auf mein ganzes Leben aus», fasst sie kurz zusammen. Seit zweieinhalb Jahren trainiert auch Manuel Saez bei «Wu-Man sports». «Kung-Fu bringt mir körperliche Ertüchtigung. Ich lerne den eigenen Körper und seine Bewegungsmöglichkeiten kennen aber auch schätzen», präzisiert er. Zudem werde das Selbstbewusstsein gestärkt. Das Schöne an Kung-Fu sei, dass man mit verschiedenen Alltagssituationen besser umgehen und immer etwas dazulernen könne.