Reformierte Kirchgemeinde Biberist-Gerlafingen

«Wir lassen dich ungern ziehen» – Abschied von Pfarrerin Dorothea Neubert

Dorothea Neubert bei ihrem Abschiedsgottesdienst.

Dorothea Neubert bei ihrem Abschiedsgottesdienst.

Die Reformierte Kirchgemeinde Biberist-Gerlafingen verabschiedete in der Lukaskirche in Lohn-Ammannsegg Pfarrerin Dorothea Neubert.

«Sie war sehr beliebt», sagte eine ältere Frau auf dem Weg zum letzten Gottesdienst mit Pfarrerin Dorothea Neubert in der Lukaskirche Lohn-Ammannsegg. Der Eingangskanon in der feierlich geschmückten Kirche, «Ein heller Morgen ohne Sorgen», war wohl ein wenig zweischneidig. Denn nach 13 Jahren die lieb gewonnene Pfarrerin nach Aetingen ziehen zu lassen, bedeutet nicht eitel Freude. «Das Leben ist manchmal wie ein Kanon – eintönig bis mitreissend», gab die Pfarrerin den Gläubigen in der voll besetzten Kirche mit. Es sei gut, verschiedene Menschen um sich zu haben, die das Leben vielfältig machten. Den herzlich gestalteten Gottesdienst bereicherten, unterstützt von ihren Lehrpersonen, die Viertklässler und die Konfirmanden sowie Thomas Zürcher mit Orgelspielen.

Viel Lob durfte die scheidende Pfarrerin am Ende des Gottesdienstes erfahren. Irene Thut, Präsidentin des Pfarrkreisrates Lohn-Ammannsegg, blickte zurück: «Abschied nehmen heisst loslassen, aber auch, auf schöne Erinnerungen zurückzuschauen. Wir lassen dich ungern ziehen», sagte sie. Viele neue, innovative Ideen habe die Pfarrerin eingebracht und umgesetzt, Altbewährtes gepflegt oder wieder aufleben lassen, aber auch das Angebot hinterfragt und angepasst sowie viel für die Ökumene beigesteuert. Das Pfarrkollegium mit Verstärkung sang witzig: «Dorothea, was, du gosch, reuts di nid, wenn üs verlosch?» Als sinnbildliches Geschenk erhielt sie einen Pilgerstab, bestückt mit vielen Andenken an ihre Wirkungszeit. Sie selber bezeichnete nämlich das «echte Pilgern» als ihre Vorlieben.

«Ich freue mich auf die neue Aufgabe im Bucheggberg. Gleichzeitig bin ich aber traurig, von vielen lieb gewonnenen Menschen Abschied zu nehmen», sagte sie. «Die Vorfreude aufs Neue und der Abschiedsschmerz gehören aber zum Leben einer pilgernden Pfarrerin.» In Aetingen wird die 1970 in Nürnberg geborene Dorothea Neubert ihre dritte Pfarrstelle antreten. (apb)

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