Verfahren

Wieder läuft eine Beschwerdefrist in Sachen Raubtierpark in Subingen

Der Raubtierpark von René Strickler in Subingen.

Der Raubtierpark von René Strickler in Subingen.

René Strickler und die Areal-Vermieterin Espace Real Estate AG haben bis Anfang Mai Gelegenheit, vor Obergericht Beschwerde gegen das Urteil zu führen.

Das Richteramt Bucheggberg-Wasseramt hat die von den beiden Parteien eingeforderte Urteilsbegründung verschickt. Sowohl der Mieter des Raubtierparkareals, René Strickler, als auch die Areal-Vermieterin Espace Real Estate AG haben bis Anfang Mai Gelegenheit, vor Obergericht Beschwerde gegen das Urteil zu führen. Die Urteilsbegründung ist nicht öffentlich, wird aber von Amtsgerichtsschreiberin Sabine Kunz auszugsweise erklärt.

Klar ist, dass die von René Strickler geforderten Beweisanträge abgewiesen wurden. Er wollte weitere Gutachten erstellt haben, unter anderem auch von einer Person, welche sich im Seelenleben von Raubtieren auskennt.

Die Anträge wurden abgewiesen, weil durch diese für die Entscheidfindung kein Nutzen auszumachen ist, erklärt Sabine Kunz. Eine enge Bindung von René Strickler zu seinen Raubkatzen sei unbestritten und die Suche nach einem Platz für die Raubtiere wird im Rahmen der Vollstreckung sowieso ein Thema sein.

Demo für Raubtierpark

Demo für Raubtierpark

200 Tierfreunde bekunden am 20. März 2016 ihre Solidarität für René Stricklers Raubtierpark. 

Keine Tiere mehr aufnehmen

Weiter sei von René Strickler der Vergleich von Februar 2014, welcher eine vollständige Räumung des Areals per Ende 2015 vorsah, nicht bestritten worden. Er wolle einzig eine weitere Fristerstreckung bis möglicherweise Ende 2016.

Der Richter hat aufgrund der Verhältnismässigkeit und der Möglichkeiten, zitiert die Amtsgerichtsschreiberin aus der Urteilsbegründung, eine Frist von 5 bis 6 Monaten festgesetzt. Für die Kleintiere muss bis Mitte Juni, für die Raubkatzen bis Mitte Juli eine neue Obhut gefunden werden. «Eine längere Frist nützt weder den Parteien noch den Tieren.»

Wie bereits vermeldet, wurde das Oberamt Region Solothurn im Fall des Nichtbefolgens der Fristen damit beauftragt, die Räumungen zwangsweise zu vollziehen. René Strickler riskiert zudem bei Nichtbefolgen eine Geldbusse. Im Verfahren bereits festgehalten ist, dass René Strickler keine weiteren Tiere im Raubtierpark aufnehmen darf.

Strickler fordert Gnadenfrist (Tele M1, 3.2.2016)

Strickler fordert Gnadenfrist für seinen Raubtierpark (Tele M1, 3.2.2016)

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