Ganz nach Drehbuch verlief die Rechnungsgemeinde im Foyer Oberstufe. Die 39 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten alle Anträge einstimmig und ohne Diskussion. Eine Frage kam aus dem Plenum im Traktandum Mitteilungen und Verschiedenes. Man solle doch bei der Planung der Sanierung Gemeindehaus an einen für die Senioren leichteren Zugang zum Saal im ersten Stock denken. Aber das ist gar nicht möglich. Ein Liftanbau kommt aus denkmalschützerischen Interessen nicht infrage. Und ein Treppenlift im Haus ist sicherheitstechnisch keine Lösung. Man müsste gleich die Treppe verbreitern.

Die Sanierung des Gemeindehauses wird nötig, weil die Elektroheizung in die Jahre gekommen ist und ersetzt werden muss, so der Gemeindepräsident Stefan Schluep. Zudem hat das Gebäude sicherheitsrelevante Mängel für den Betrieb einer Gemeindeverwaltung. Diese arbeitet mit allerlei Dokumenten, die aus Datenschutzgründen besser gesichert sein müssten. Diesbezüglich öffnet sich vielleicht ein Türchen mit dem von der Gemeinde im letzten Jahr gekauften Postgebäude. In den heute ungenutzten Schalterräumen des Parterres könnten möglicherweise Raumbedürfnisse der Gemeinde befriedigt werden.

Keine Fragen stellen sollte man zur Information zum Asylkreis Schnottwil/Lüterswil-Gächliwil. Denn Antworten könne er keine geben, sagte der Gemeindepräsident, weil es sich um ein laufendes Verfahren handle. Nach Abschluss des Verfahrens werde er «sauber» informieren. Beim Verfahren handelt es sich um ein juristisches Verfahren. Die bisherige Leiterin des Asylkreises ist mit einer Strafanzeige konfrontiert. Die Anwesenden hielten sich an die Anweisung ihres Gemeindepräsidenten und stellten keine Fragen.

Schöner Ertragsüberschuss

Zuvor wurden mehrere Traktanden zügig abgearbeitet. Hauptgeschäft war die Rechnung 2017, die mit einem Ertragsüberschuss von 217'000 Franken abschliesst. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 100'000 Franken. Der Betrag wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, das sich Ende 2017 auf 2,083 Mio. Franken belief.

Das sind 59,8 Prozent eines jährlichen Fiskalertrages der Gemeinde. Damit ist hier die Empfehlung des Kantons, 60 Prozent zu erreichen, beinahe erfüllt. Die Rechnung bewegt sich im ähnlichen Rahmen wie die Vorjahresrechnung. Bei den Steuereingängen wurden aber von den natürlichen Personen 193'000 Franken weniger eingenommen als erhofft. Umgekehrt wurde bei den juristischen Personen ein Plus von 56'000 Franken und bei den Grundstücksgewinnsteuern ein Plus von 55'000 Franken erzielt.

In der Investitionsrechnung wurde das Budget von Nettoausgaben in der Höhe von 436'900 Franken weit unterschritten (24'861 Franken). Viele Investitionen mussten verschoben werden, erklärte Ressortleiter Markus Wälti.

In den vier Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser, Abfall und Elektrizität sind überall Ertragsüberschüsse zu verzeichnen.