Selzach

Wegen Tierquälerei vor Gericht: Solothurnerin soll ein Shetlandpony gequält haben

Wegen Tierquälerei vor Gericht: Solothurnerin soll ein Shetlandpony gequält haben

Solothurner Ehepaar ist wegen Tierquälerei vor Gericht.

Ein Solothurner Ehepaar musste sich am Donnerstag wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten. Die Frau soll ein Shetlandpony mit der Gerte stark und mehrmals geschlagen haben. Ihr Mann soll dabei nur zugeschaut haben. Weil er der Ponybesitzer ist, muss auch er in Solothurn vor Gericht.

Nachdem das Shetlandpony die Tochter der Angeklagten über den Haufen gerannt und sogar beim Ausschlagen mit den Hufen getroffen habe, habe die Frau das Tier misshandelt. Zuerst mit der Gerste und anschliessend auch mit der Peitsche soll die Solothurnerin auch das Pony mehrere Male eingeschlagen haben, wie Tele M1 berichtet. 

Der Vorfall sei im August 2017 in Selzach passiert. Die Anklage stütze sich vor allem auf die Zeugenaussage von den Nachbaren des Ehepaars. Bei einer Kontrolle beim Pony konnten nämlich nach dem Vorfall keine Verletzungen festgestellt werden, welche auf Tierquälerei hinweisen.

Ehepaar wird freigesprochen

Die angeklagte Solothurnerin streitet daher alle Vorwürfe vor Gericht ab. Sie habe nie gegen den Tierschutz verstossen und würde ihrem Tier nie etwas zu Leide tun, so der Regionalsender weiter.

Im Rahmen eines Ausbildungsprogramms habe sie mit der Gerte leicht auf Druckpunkte des Ponys geklopft, aber dem Pony sicher keine Schmerzen zugefügt. Sowieso sei sie von den Nachbarn angeschwärzt worden. Man habe seit Jahren einen heftigen Nachbarschaftsstreit.   

Schlussendlich sei Aussage gegen Aussage gestanden und daher spreche der Amtsrichter die beiden Angeklagten dann nach dem Grundsatz «in dubio pro reo» frei.

Man schlägt nicht mit Peitschen

Für die Fricktaler Ponytrainerin Manuela Reich ist klar, dass man ein Tier weder mit der Gerste noch mit der Peitsche schlagen darf, wie sie gegenüber dem Regionalsender Tele M1 sagt. «Das ist eine Armverlängerung, um ein Pony korrigieren zu können und nicht zum Schlagen da. Man bildet so oder so kein Tier mit Druck und Schlägen und solchen Sachen aus, die den Tieren Schmerz zufügen. Das ist unerhört ».

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