Derendingen

Wasser für zwölf Gemeinden – Gemeinderat sagt Ja zur neuen Aktiengesellschaft

Der Zweckverband Wasserversorgung äusseres Wasseramt hat im Januar beschlossen, sich mit Derendingens Wasserversorger (EWD Derendingen) zusammenzuschliessen. (Symbolbild)

Der Zweckverband Wasserversorgung äusseres Wasseramt hat im Januar beschlossen, sich mit Derendingens Wasserversorger (EWD Derendingen) zusammenzuschliessen. (Symbolbild)

Der Gemeinderat Derendingen verabschiedete das Reglement zur Auslagerung ihrer Primäranlagen einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung.

Der Zweckverband Wasserversorgung äusseres Wasseramt hat im Januar beschlossen, sich mit Derendingens Wasserversorger (EWD Derendingen) zusammenzuschliessen. Nun liegt es an den beteiligten Gemeinden, das Reglement zur Auslagerung ihrer Primäranlagen zu genehmigen, damit die neue Aktiengesellschaft Wasserversorgung Wasseramt (WaWa) gegründet werden kann.

Der Gemeinderat Derendingen verabschiedete das Reglement einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung. Schlussendlich wird das Volk aller beteiligten Gemeinden seine Zustimmung geben müssen. Die WaWa wird als Primärversorger Aeschi, Bolken, Deitingen, Drei Höfe, Etziken, Halten, Horriwil, Hüniken, Kriegstetten, Oekingen, Subingen und die EWD Derendingen mit Wasser beliefern. Das Kapital der Gesellschaft soll 200'000 Franken betragen. Die Aktien werden je nach Grösse der Gemeinden aufgeteilt. Die Verwaltungsratssitze sollen proportional nach Beteiligungsquote unter den Aktionären vergeben werden. Derendingen erhält zwei Sitze. Subingen und Deitingen je einen und die übrigen Gemeinden gemeinsam drei Sitze. «Wir wollen ein ausgewogenes Stimmverhältnis, damit auch die kleinen Gemeinden mitreden können», betonte Michael Käsermann (FDP), Verwaltungsratspräsident der EWD Derendingen. Wenn alle Gemeinden ihre Zustimmung geben, kann die Aktiengesellschaft am 1. Januar 2021 starten.

Grössere Wohnflächen auf kleineren Grundstücken

Es gebe sie nicht mehr, die «grüne Wiese» in Derendingen, auf der man die innere Verdichtung fördern könnte. Die einzige Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln sei, die Grundstücksflächen besser auszunützen, erklärte Markus Zürcher, Präsident der Arbeitsgruppe Orts- und Zonenplanung.

Eine Quartieranalyse habe deutlich gemacht, dass die Bebauung sehr locker sei, so Zürcher weiter. Da bei der Berechnung der erlaubten Wohnflächen heute die Überbauungsziffer anstatt die Ausnützungsziffer gilt, sei es nun möglich, die Grundstücke besser auszunützen. Dies wolle sich die Ortsplanung zunutze machen. Zürcher ist sich bewusst, dass eine Ortsplanungsrevision keine einfache Thematik ist. Ihm sei der Austausch mit den relevanten Anspruchsgruppen sehr wichtig. Die Arbeitsgruppe ist bereits in einer frühen Phase mit Vertretern von Industrie und Gewerbe, von Landwirten und Besitzern unbebauter Grundstücke zusammengekommen. Nun würden sich die Gemeinderäte intensiv mit dem Thema befassen und die Arbeitsgruppe mit kritischen Fragen löchern. Im zweiten Halbjahr werde der Bevölkerung die Möglichkeit zur Mitsprache gegeben. Ihre Inputs würden in einem Bericht dokumentiert und wenn möglich in die Planung einbezogen, versicherte Zürcher.

Unterstützung bei Engpässen wegen Coronakrise

Der Gemeinderat will den Mietern in den zwei gemeindeeigenen Gewerbeliegenschaften entgegenkommen. Er beschliesst, ihnen zwei von drei Monatsmieten zu erlassen. Auch die Vereine will der Gemeinderat von Derendingen nicht hängen lassen. Sollte ein Verein wegen der Coronakrise in existenzielle Not kommen, könne er auf die Gemeinde zukommen.

Markus Baumann (SP) betonte jedoch, dass keine generelle Unterstützung vorgesehen sei. Die Sachlage müsse individuell, und nur nach Offenlegen der Finanzen entschieden werden.

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