Gerlafingen

Was im Februar geschah: Täter erklärt wie es zum Grosseinsatz der Polizei gekommen war

"In der heutigen Zeit ist es gefährlich, so etwas zu sagen"

Im letzen Februar musste die Polizei im solothurnischen Gerlafingen einschreiten, weil ein Mann die eherrschung verloren hatte und Sanitäter bedrohte. Er soll gedroht haben, eine Schiesserei zu eröffnen. Die Sondereinheit Falk wurde aufgeboten. Nun erklärte sich der 49-jährige IV-Bezüger.

Er löste im Februar einen Grosseinsatz der Polizei in Gerlafingen aus. Nun nimmt der Täter B. erstmals Stellung zum Vorfall und erklärt die Hintergründe.

Erstmals äussert sich der Täter B.*, welcher vergangenen Februar einen Grosseinsatz der Polizei in Gerlafingen ausgelöst hatte, gegenüber den Medien zum Vorfall. Damals berichtete die Tele M1, dass B. Drohungen an die Sanitäter gerichtet hatte, die ihm zur Hilfe gekommen waren. Damit löste der 49-Jährige sogar den Grosseinsatz der Sondereinheit Falk aus und wurde schliesslich in Handschellen abgeführt.

Polizeieinsatz in Gerlafingen: Mann bedrohte Sanitäter

Polizeieinsatz in Gerlafingen: Mann bedrohte Sanitäter

Ein grosser Polizeieinsatz fand heute im solothurnischen Gerlafingen statt. Das, weil ein Mann den Sanitätern massiv drohte, die ihm lediglich helfen wollten.

Wie konnte es so weit kommen?

Gemäss den Aussagen von B., die er nun gegenüber der Tele M1 gemacht hat, sei er vor dem Vorfall wegen eines epileptischen Anfalls im Spital gewesen. Doch er sei wieder nach Hause geflohen. Als die Sanitäter den Patienten schliesschlich wieder ins Spital bringen wollten, habe er sich geweigert. Und als diese nicht von ihrem Vorhaben ablassen wollten, habe er ihnen mit einer Schiesserei gedroht. Ein Bluff mit Folgen. Der IV-Bezüger hätte nicht damit gerechnet, dass diese Aussage 20 Einsatzkräfte der Polizei mobilisieren würde. Der 49-Jährige sei gar nicht im Besitz einer Schusswaffe. 

Der Täter B. ist seither mit einem Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Nach der Festnahme im September sei der Gerlafinger in eine psychiatrische Klinik eingeliefert und nach drei Tagen wieder entlassen worden. Mittlerweile gehe es B. besser. (gue)

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