Buchvernissage

«Wätterfescht u bodeschtändig»: So lautet der Titel des Buches von Bethli Lüthi aus Balm bei Günsberg

Bauersfrau Bethli Lüthi in ihrem Garten.

Bauersfrau Bethli Lüthi erzählt in ihrem ersten Buch «Wätterfescht u bodeschtändig» 15 Geschichten aus ihrem persönlichen Leben und lädt zur Vernissage am 20. Oktober in der Kirche in Günsberg ein.

Bethli Lüthi wuchs bereits in Balm bei Günsberg auf. Nach der Schule besuchte sie die Hauswirtschaftsschule im Wallierhof und heiratete ihren Mann Fritz, einen Bauern. Gemeinsam übernahmen sie 1981 den Hof von Bethlis Eltern in Balm und leben seither dort. Das Familienleben, die Landwirtschaft und die Tiere sind die wichtigsten Dinge im Leben der Autorin. Ausserdem engagiert sie sich seit über dreissig Jahren in der katholischen Kirche Günsberg, wo sie gemeinsam mit drei Kolleginnen vor 33 Jahren das erste Erntedankfest organisierte. Bis heute ist sie ein wichtiger Bestandteil des alljährlichen ökumenischen Erntedankfestes, denn jedes Jahr liest sie am Fest eine ihrer Geschichten vor. «Ich habe vieles erlebt und schon immer gerne Geschichten erzählt.» Irgendwann habe sie angefangen, Geschichten aufzuschreiben und sie am Erntedankfest vorzulesen, heute liest sie auch regelmässig an Gottesdiensten eine Geschichte vor.

15 Geschichten aus dem Leben

Ihre Geschichten handeln von persönlichen Begegnungen und Erlebnissen, dem Alltag auf dem Bauernhof, von Höhen und Tiefen, von Gott und der Welt, von Werten und Einstellungen – vom Leben halt. Und aus 15 dieser Erntedankfest-Geschichten ist nun ein Buch entstanden. «Damit hätte ich nie gerechnet, dass ich einmal ein Buch mit meinen Geschichten füllen werde», lacht Lüthi. Sie sei eigentlich eine eher zurückhaltende und schüchterne Person, die sich ungern in den Mittelpunkt stelle. «Zu Beginn fiel mir auch das Vorlesen der Geschichten schwer, aber mittlerweile geht es gut, obwohl ich immer ein bisschen nervös bin, wenn ich vor einem Publikum lese.»

Die Idee, Lüthis Geschichten in einem Buch zu sammeln und dann zu veröffentlichen, kam vor allem von den Leuten, die ihre Geschichten kennen und bewundern. Ein grosser Fan von Bethli Lüthis Geschichten ist Samuel Stucki, Pfarrer der reformierten Kirche im unteren Leberberg. Er hat die heutige Autorin davon überzeugt, dass ihre Geschichten einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden sollten. Eine weitere Mitinitiantin des Buches ist Bernadette Häfliger, die Gemeindeleiterin in Günsberg. «Sie schreibt meine handgeschriebenen Geschichten mit dem Computer ab und macht sie so leserlich», erklärt Lüthi lachend.

Grosse Vernissage am Erntedank

Und nun ist es so weit, das Buch mit den 15 Mundartgeschichten ist gedruckt und mit witzigen und farbenfrohen Bildern von Rolf Imbach illustriert. Am 20. Oktober findet das 33. Erntedankfest in der Kirche Günsberg statt und dort wird auch die Vernissage von Lüthis Buch gefeiert. Natürlich wird auch dieses Jahr eine Geschichte vorgelesen. Lüthi selbst kann es gar noch nicht so richtig glauben, sie freut sich aber, dass ihre Geschichten nun in die Welt hinausgetragen werden. Die Geschichten sind so verschieden wie die Facetten des Lebens. Mal stimmen sie den Leser nachdenklich, mal zaubern sie ihm ein Lächeln auf die Lippen oder lassen ihn die Stirn runzeln. Ein Aspekt allerdings vereint die 15 Geschichten: Sie alle haben einen tieferen Sinn und vermitteln eine Botschaft. Vielleicht kann die eine oder andere Geschichte im Buch von Bethli Lüthi uns sogar etwas beibringen über das Leben und seine Facetten.

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