Investitionen

Wachsende Bevölkerungszahl hat Folgen für Zuchwil

Die Sportanlage Widi soll saniert werden.

Die Sportanlage Widi soll saniert werden.

Gab der Finanzplan 2020 bis 2024 in der ersten Lesung wenig zu diskutieren, stiess der Investitionsplan auf mehr Widerstand. Daniel Grolimund (CVP) bestätigte zwar, dass der Finanzplan das von der Gemeindeversammlung gesetzte Ziel, Erträge zu generieren, erfülle. Doch bereits bei der zweiten Forderung hapere es. «Einen Selbstfinanzierungsgrad von 100 Prozent erreichen wird bei weitem nicht», bemängelte er. «Wir übernehmen uns mit den Investitionen», fügte er an. Diskussionspunkte waren die Erweiterung des Kinderbetreuungsangebots Kijuzu, die Erneuerung des Kindergartens Zelgli, die Renovation der Westfassade am Dienstleistungszentrum und die Sanierung der Sportanlage Widi.

Für diese Posten sind bis 2022 rund 10 Mio. Franken vorgesehen. Der Antrag von Grolimund, diese Vorhaben um ein Jahr hinauszuschieben, fand ausser bei der Sportanlage Widi keine Mehrheit. «Beim Ausbau des Kinderbetreuungsangebots besteht dringender Handlungsbedarf», sagte Gemeindepräsident Stefan Hug (SP). Die Kinderzahlen würden stetig steigen, bestätigte auch Cornelia König (SP). Dies macht auch eine Erweiterung des Kindergartens nötig. Der Rat genehmigte schliesslich den Finanz- und Investitionsplan mit neun zu zwei Stimmen.

Mehr Platz für die Spitex-Dienste

Die Spitex muss sich ebenfalls mit einer wachsenden Bevölkerungszahl auseinandersetzen. Zudem werden die Leute immer älter und das Bedürfnis bei den Senioren und Seniorinnen steigt, möglichst lang zu Hause bleiben. „In den letzten drei Jahren mussten wir die Stellenprozente um 500 erhöhen. Die Dienstleistungsstunden sind um 13,4 Prozent angestiegen», führte die Leiterin der Spitex-Dienste, Patricia Häberli, aus.

Die Räumlichkeiten platzen aus allen Nähten. Um die prekären Platzverhältnisse zu beseitigen, möchte die Spitex ihre Räumlichkeiten im Birchihof erweitern. Anstelle der Zweizimmerwohnung im zweiten Stock, wo zurzeit die Büros untergebracht sind, kann die Spitex zwei nebeneinanderliegende Wohnungen im Erdgeschoss mieten. Die Garderoben im Keller sollen vergrössert werden.

Für die zwei Männer, die seit kurzem im Team sind, müssen von Gesetzes wegen abgetrennte Garderoben mit Duschen zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat genehmigte einen Nachtragskredit von 100'000 Franken für den Umbau, die Einrichtungen für die neuen Arbeitsplätze und die zusätzlichen Garderoben. Ebenso stimmte er dem höheren Mietzins von monatlich 2000 anstatt 1200 Franken zu. Dank dem Wohlwollen der Kirchgemeinde, Besitzerin des Gebäudes, seien diese Mietzinsen immer noch deutlich unter den marktüblichen Preisen für Büroräumlichkeiten, merkte Häberli an.

Zufriedenes Personal

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, nach sechs Jahren erneut eine Personalumfrage machen zu lassen. Diese soll die Zufriedenheit des Gemeindepersonals ausloten und Verbesserungspotenzial aufspüren. Ziel ist, ein positives und motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Die letzte Umfrage hat rund 20'000 Franken gekostet.

Der TurnSport Zuchwil darf mit einer Unterstützung von 2760 Franken für ihre Jugend rechnen. Gemeinderat Patrick Marti (SP) lobte das Engagement des Vereins und dessen Förderung der Jugend.

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