Solothurn/Selzach

Vorsicht, hier werkt der Biber! Auch der Uferweg entlang der Aare ist betroffen

Die Landwirte müssen die Flurwege trotz der Warnung und der Gefahr mit ihren Maschinen befahren.

Die Landwirte müssen die Flurwege trotz der Warnung und der Gefahr mit ihren Maschinen befahren.

Der viel genutzte Velo- und Spazierweg entlang der Aare zwischen Solothurn und Selzach ist ebenfalls von der Bautätigkeit des Bibers betroffen.

In Bellach ist eine rund 200 Meter lange Strecke mit einem Warnschild «Biberbau, Einsturzgefahr» versehen. Für Witi-Sheriff Viktor Stüdeli ist der Biber allerdings kein Problem. Die Wege müssten öfters kontrolliert und wenn nötig geflickt werden. «Wer den Weg begeht oder befährt, muss aufpassen. Spaziergänger sollten aber keine Probleme haben.»

Auch ein Unfall mit dem Velo sei eher unwahrscheinlich. Die Biberbauten seien in aller Regel 30 bis 40 Zentimeter unter dem Boden. Da brauche es doch ein gewisses Gewicht, bis der Weg tatsächlich einsinke. Reiten empfiehlt Stüdeli auf den betroffenen Uferwegen aber nicht. «Würde ein Pferd in ein Loch treten, dann muss es vermutlich abgetan werden.» Jährlich seien es entlang der Aare vier bis sechs Problemstellen, die man flicken müsse.

Das Einfachste, so Stüdeli, wäre es, die Wege entlang der Gewässer zu versetzen. «Lässt man einen Streifen von 20 Metern frei, dann gibt es keine Probleme mehr.» Das sei allerdings schwierig, da dabei meist Landwirtschaftsland tangiert werde. Möglich wäre es auch, die Wege mit Gittern im Boden zu sichern. «Aber das ist ein sehr grosser Aufwand.» Man habe zudem in der Zwischenzeit festgestellt, dass sich die Biberproblematik dort verbessere, wo man Flachufer gestaltet hat. Probleme mit Wasserrückstau auf den Wegen und Feldern gebe es an der Aare nicht. «Der Biber baut dort keine Dämme.»

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