Biberist

Viele Besucher am 10. Pflanzentag – trotz wegfallenden Referaten

Kundschaft und Anbieter freut’s, dass wieder Märkte stattfinden. Der 10. Pflanzentag fand allerdings ohne Rahmenprogramm statt.

Die Eisheiligen sind vorbei. Nun gedeihen auch empfindliche Pflänzchen im Freien. Deren Auswahl ist am 10. Pflanzentag auf dem Areal der Bezirksschule Biberist vielfältig. Geranien, Petunien, bunte Sommerblumen. Daneben Gemüsesetzlinge von Tomaten über Sellerie bis Mangold in Gelb, Weiss und Rot. Um der Gemüsekost Würze zu verleihen, Kräuter in allen Geschmacksrichtungen. Der Besucheraufmarsch ist gross. Mit Kartons voller Töpfe und Töpfchen zirkulieren die Gärtnerinnen und Hobby-Gemüsebauer zwischen den Ständen durch, diszipliniert in Richtung der Pfeile am Boden. An den Kassen stellen sie sich coronakonform mit zwei Metern Abstand an.

An diesem Tag geht man Setzlinge einkaufen

Dieser Markt findet jedes Jahr um dieselbe Zeit statt. «Er ist bekannt für sein Angebot an Setzlingen», weiss Bruno von Arx von der Kulturkommission Biberist, Organisatorin dieses Anlasses. «Ich warte immer auf den Pflanzentag, bevor ich meinen Garten bestelle», meint eine Besucherin.

Von Arx freut sich, dass der Markt zu Stande kam. «Die Vorbereitung war jedoch speziell», erinnert er sich. Bis kurz vorher war nicht klar, wie und ob er überhaupt durchgeführt werden darf. Die Anzahl der Stände ist nun leicht reduziert. Dies vor allem, weil einige Anbieter von sich aus verzichtet hätten, erklärt von Arx. Ansonsten seien stets dieselben Anbieter vertreten. «Die ‹Stachligen› sind immer dabei», womit er den Kakteenverein meint. Ebenso die Stiftung Solodaris, Anton Frieder mit seinen Nielenkreationen und Biberister Hofläden.

Referate finden dieses Jahr keine statt

«In normalen Zeiten ist dies ein Erlebnistag», erzählt Marianne Westermeier, Präsidentin der Kulturkommission. Nun ist es ein reiner Verkaufsmarkt. Die Referate, die jeweils zu einem bestimmten Naturthema stattfinden, fallen aus. Es gibt auch keine Sitzgelegenheiten, keine Bratwürste und kein Risotto, ein Angebot, das die Besucher und Besucherinnen jeweils rege nutzen. «Die Geselligkeit fehlt dadurch etwas», bedauert von Arx. Er stellt aber fest, dass die Leute Verständnis haben. Das Erstellen eines Schutzkonzeptes sei eine grosse Herausforderung für die Kommission gewesen, betont Westermeier. Nun freut sie sich umso mehr, dass der Markt durchgeführt werden konnte und die Vorschriften mehrheitlich eingehalten werden. Von Arx findet es schade, dass keine Feierlichkeiten zum zehnten Jubiläum stattfinden dürfen. Zum Beispiel hätte die Wildtierauffangstation Landshut ein Referat zum Jubiläum gehalten. «Aber die Elf ist auch eine gute Zahl», meint er und versichert, man werde das Jubiläum nächstes Jahr nachholen.

Endlich kann man wieder Märkte besuchen

Matthias Hauert, von der Gärtnerei Leonotis aus Grossaffoltern, steht beim Bedienen der Kunden die Freude darüber auf dem Gesicht geschrieben, dass er wieder zu Markte fahren darf. Er hat die letzten Wochen, als man nirgends ausstellen konnte, in schlechter Erinnerung. Beim Senn Hof, wo ein grosses Angebot an Honigprodukten lockt, schätzt man die Besucherzahl eher höher ein als sonst, wohl weil die Leute sich freuen, endlich wieder auf Märkten bummeln zu können.

Meistgesehen

Artboard 1