Die Sanierung und Umgestaltung der Baselstrasse ist in allen Anliegergemeinden zwischen Solothurn und Flumenthal gegenwärtig ein heisses Thema. Das Amt für Verkehr und Tiefbau hatte bereits sechs Mitwirkungsveranstaltungen angeboten. Zudem waren die Einwohnergemeinden eingeladen, einen Fragebogen zu beantworten.

Darin wurde festgehalten, was aus Sicht der Gemeinden beim Bauvorhaben zwischen Baseltorkreuzung und St. Katharinen noch besonders berücksichtigt werden sollte. Die Planungskommission Riedholz und der Gemeinderat weisen auf etliche kritische Punkte hin. So etwa die Verkehrsführung während der Bauzeit, die Verhinderung von Fluchtverkehr und die gewerbefreundliche Umsetzung des Projektes.

Mit dem Projekt der geplanten Doppelspurigkeit der Bahngeleise im Abschnitt Solothurn-St. Katharinen hat Gemeindepräsidentin Jasmine Huber kein Problem. Huber: «Wir können mit allem leben, wenn Verkehrsfluss und Sicherheit auf dieser wichtigen Achse verbessert werden.»

Reber zieht Antrag auf Koordination zurück

Gemeinderat Martin Reber bedauerte in einem Antrag, dass keine wirklich koordinierte Vernehmlassung und Planung im Kreise der betroffenen Gemeinden stattfindet. «Jeder argumentiert nur aus seiner Perspektive – ohne Kontakt zu den anderen Gemeinden.» Bei einem solchen Bauvorhaben müsse doch mit Blick über den eigenen Tellerrand eine gesamtheitliche Lösung gesucht werden, warb er im Rat. Diesbezügliche Aktivitäten der Planungskommission, diese vernetzenden Gespräche zu suchen, engte er dann aber auf einen projektbezogenen Auftrag durch den Gemeinderat ein. Da dies alles aber noch nicht spruchreif ist, zog Reber seinen Antrag zurück.

Die Gemeindepräsidentin wird schon bald auf dieses Thema zurückkommen. Denn gestern fand eine Besprechung benachbarter Gemeindepräsidien zur Umgestaltung der Kreuzung Hinterriedholz statt, über deren Ergebnis sie berichten wird.

Nochmalige Teilauflage der Ortsplanung Riedholz

Abgeschlossen und bereits dem Regierungsrat eingereicht wurde die Gesamtrevision der Ortsplanung Riedholz (ohne Ortsteil Attisholz) am 24. September 2018. Bis auf eine Einsprache konnten alle Einsprachen bereinigt werden. Die Beschwerde stammt von einem Landwirt im Ortsteil Niederwil, der befürchtet, dass die künftige Entwicklung seines Betriebs durch eine vorgesehene Umzonung eines Landteils eingeschränkt werden könne.

Der Gemeinderat teilt diese Bedenken und löste deshalb dieses Teilstück der Ortsplanungsrevision aus dem zurückgezogenen Genehmigungsantrag heraus. Mit einer für beide Seiten hoffentlich besseren Lösung wird demnächst nur dieser Teilbereich öffentlich aufgelegt und im Fall der gütlichen Einigung die gesamte Ortsplanungsrevision dann zur Genehmigung nochmals eingereicht.