Die geplante Überbauung Grossmatt erfährt eine Verzögerung. Im Gemeinderat orientierte Gemeindepräsident Norbert Häberle, dass das Urteil des Verwaltungsgerichtes von den Beschwerdeführern an das Bundesgericht weitergezogen worden ist. Konkret sind es drei Parteien, die beim Verwaltungsgericht abblitzten. Wie viele von ihnen nun ans Bundesgericht weiterziehen, ist nicht bekannt.

Im Urteil ist nachzulesen, was die Einsprecher kritisieren. Im westlichen Siedlungsgebiet von Lommiswil will ein Investor in der Wohnzone W3 drei Mehrfamilienhäuser mit Einstellhalle bauen. Die Baukommission stellte fest, dass die baurechtlichen Bestimmungen eingehalten werden. Nach der Publikation gingen Einsprachen ein. Unter anderem wurde bemängelt, dass auf einen Gestaltungsplan verzichtet wird. Diese Gestaltungspflicht ist im Bauzonenplan von Lommiswil festgeschrieben, aber im Zonenreglement wird festgehalten, dass auf einen Gestaltungsplan verzichtet werden kann, wenn im Baugesuchsverfahren alle Ziele des Gestaltungsplanes erfüllt werden.

Mit Gestaltungsplan dichter

Das Verwaltungsgericht schliesst sich dem Urteil der Vorinstanz an. In Bezug auf die Gestaltungsplanpflicht schreibt das Verwaltungsgericht: «Sowohl der Gemeinderat als auch die Baukommission waren der Auffassung, auf einen Gestaltungsplan könne verzichtet werden; dies mit Blick auf das konkrete Projekt.» Es bleibe weitgehend der Gemeinde überlassen, wie streng sie sein will. Zudem greife das Verwaltungsgericht nicht ohne Not bei der Auslegung des kommunalen Rechts ein. Das Verwaltungsgericht ergänzt im Urteil, dass in einem Gestaltungsplan üblicherweise ein Ausnützungsbonus gewährt wird, die Überbauung würde noch dichter, «was den Beschwerdeführern wohl nicht zupasskäme». Ins gleiche Horn stiess schon die Vorinstanz in einem anderen Kritikpunkt. So stellte das Bau- und Justizdepartement fest, dass das gemeinsame unterirdische Einstellhalle sowie der gemeinsame Aussenraum eine architektonische und wohnhygienische Qualität erzielen würden, die üblicherweise bei einer Einfamilienbehausung mit ihren einzelnen Carports und Garagen nicht vorhanden sei.

Die weiteren Rügen der Einsprechenden werden im Urteil des Verwaltungsgerichts allesamt abgewiesen. Und es sind nicht wenige. Sie gehen vom mangelndem Abstand der Häuser, über die Dachform (Sattel- oder Flachdach), bis hin zur fehlenden Eingliederung der Bauten ins Quartier. Das Verwaltungsgericht auferlegte den drei Einsprache-Parteien Kosten von insgesamt 6570 Franken. Diese haben das Urteil ans Bundesgericht weitergezogen.