Subingen
Ortsplanung nach Mitwirkung teilweise angepasst und nun in zweite Vorprüfung geschickt

Der Gemeinderat Subingen schickt die Ortsplanung zur zweiten Vorprüfung bei den kantonalen Behörden. Diverse Eingaben aus der Mitwirkung wurden neu in die Planung aufgenommen.

Rahel Meier
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Die Zonenvorschriften für den Fadacker (links im Hintergrund) bleiben bestehen.

Die Zonenvorschriften für den Fadacker (links im Hintergrund) bleiben bestehen.

Oliver Menge

Die Ortsplanung Subingen geht zur zweiten Vorprüfung an den Kanton. Während der Mitwirkung gingen sechs Eingaben ein.

«Was möglich war, haben wir berücksichtigt»,

erklärte Uriel Kramer (W+H AG Biberist) im Gemeinderat. Ein Anliegen war beispielsweise die Reduktion der Geschosszahl im Zentrum. Diese ist nun neu abgestuft. Und in der W2E können mehr Wohneinheiten gebaut werden, als ursprünglich angedacht. Neu sind vier Wohnungen pro Gebäude möglich.

Mehrfach wurde gewünscht ein Haus aus dem Schutzstatus zu entlassen. Diesem Wunsch konnte nicht entsprochen werden: Geschützte Gebäude bleiben auch künftig geschützt. Auch das Amt für Raumplanung hatte nach der ersten Vorprüfung diverse zusätzliche Wünsche. «Wir haben versucht, diese zu erfüllen, haben das aber vor allem bei der Quartieranalyse und dem Naturinventar relativ knapp gehalten», erklärte Kramer.

Keine Reservezonen mehr enthalten

Als wesentliche Änderungen nach der Mitwirkung erwähnte Kramer die Aufhebung der Reservezone entlang des Wachtelweges. Das Land gehört zur Landwirtschaftszone. Neu eingeteilt wurde auch das Gebiet zwischen der Deitingen und der Oeschstrasse in die Wohnzone W2E.

Der Landwirtschaftsbetrieb an der Industriestrasse wird auf Wunsch der Besitzer in der Landwirtschaftszone belassen. Das «Kontiki» wurde neu der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen / Heime zugeteilt.

Die Planungskommission beantragte dem Gemeinderat zudem, die Zonenvorschriften für das Gewerbegebiet im Fadacker zu belassen, damit kleinere Betriebe weiter eine Möglichkeit haben, sich zu entwickeln.

Masterplan fürs Zentrum wird integriert

Die Planungskommission beantragte dem Gemeinderat zudem den Masterplan, der für das neue Dorfzentrum entwickelt wurde, in die Ortsplanung aufzunehmen. Konkret geht es dabei um die Gestaltungsvorschriften, die in das Zonenreglement einfliessen sollen.

Der Masterplan nehme auf die wesentlichen Grundstücksgrenzen Rücksicht. Auf dieser Basis können die Grundstücke mit einem Gestaltungsplan entwickelt werden. Mit der Integration des Masterplanes in die Ortsplanung und die Zonenvorschriften begeht man Neuland. Im Kanton Solothurn geschieht dies zum ersten Mal in dieser Form.

Rückstau ins OZ13

Biber sorgt für Biodiversität im Dorf

Seit Jahren baut der Biber im Niedermattbächli in Subingen fleissig seine Dämme. Je nach Standort des Dammes gibt es Rückstau bis ans danebenliegende Oberstufenzentrum OZ13. «Die Gebäudeversicherung hat uns nun angekündigt, dass sie nicht mehr bereit ist, Schäden im OZ 13 zu bezahlen», so Peter Glutz (Ressortleiter Bau).

Biberdämme wegzuräumen sei verboten. «Wir hatten eine mündliche Vereinbarung mit dem Kanton, dass wir Dämme, die nicht älter sind als drei Tage wegnehmen dürfen, damit es nicht zu weiteren Schäden kommt.» Diese Vereinbarung soll nun schriftlich aufgesetzt werden. «Der Kanton fordert uns aber dazu auf, den Lebensraum den wir so dem Biber wegnehmen, andernorts zu kompensieren.»

Da die Gemeinde keinerlei Flächen an einem Gewässer hat, die sie anbieten könnte, kam man in der Baukommission auf de Idee stattdessen im ganzen Dorf verstreut Grünflächen in Naturwiesen umzugestalten. «Das bringt allen in der Bevölkerung etwas», so Peter Glutz.

Es gehe dabei um Flächen, die der Gemeinde gehören. Das St. Ursen-Pärkli beispielsweise, die Wiese beim Kindergarten Hoger oder das Land rund um das Heiligenstöckli. Der Gemeinderat befand die Idee grundsätzlich als gut und so wird man nun mit dem Kanton auf dieser Basis weiterverhandeln. (rm)

Kita zieht in die Container beim Schulhaus

Die Kita Gwunderwelt aus Aeschi möchte in Subingen eine zweite Kindertagesstätte aufbauen. Der Gemeinderat Subingen hat sich im Grundsatz damit einverstanden erklärt, dem Verein Kita Gwunderwelt die Container auf dem Schulgelände, die während der Umbauzeit als Schulzimmer genützt werden, zur Verfügung zustellen.

Die Kita Gwunderwelt würde ihren neuen Standort in Subingen am liebsten bereits Mitte August mit Start des neuen Schuljahres aufmachen. Dies konnte der Gemeinderat aber nicht garantieren. Es sei klar, dass die Container so lange von der Schule genützt werden können, wie nötig.

Erst danach stünden sie für die Kita zur Verfügung. Zudem müsse eine Leistungsvereinbarung erarbeitet und über eine Miete gesprochen werden. Ein Ausschuss wird sich dem Thema annehmen.