Budget

Steuererhöhung in Messen könnte schon bald Wahrheit werden

Im Gemeinderat Messen wurde das Budget 2020 diskutiert. (Archivbild)

Im Gemeinderat Messen wurde das Budget 2020 diskutiert. (Archivbild)

Im Gemeinderat Messen wurde das Budget 2020 abgenommen. Momentan befindet sich Messen im kantonalen Durchschnitt. Schon bald kann aber eine Steuererhöhung folgen.

Bei der 1. Lesung präsentierte sich das Budget 2020 mit einem Aufwandüberschuss von 234'525 Franken. Nun wurde in Messen die Sparkeule geschwungen, wenn auch nicht im Überfluss. Dank kleineren Einsparungen konnte das Budget 2020 um 14'000 Franken verbessert werden.

Änderungen gab es auch bei der Wasserversorgung. Dort wurden die Kosten des Wasserankaufs von 80'000 Franken auf 55'000 Franken reduziert. Im Gegenzug sollen 50'000 Franken für Planung und Beratung eingesetzt werden. Da aufgrund des zu hohen Anteils Chlorothalonil kürzlich die Etzelkofer Quelle abgestellt werden musste, muss sich die Gemeinde grundsätzliche Gedanken machen.

Am Schluss diskutierte der Rat, ob letzten Endes nicht doch noch mehr Sparpotenzial vorhanden gewesen wäre. Aber etwas zu streichen, nur um es auf spätere Jahre hinauszuzögern, wurde nicht als zielführend erachtet. Das Ergebnis zeige vielmehr, dass mit dem jetzigen Steuersatz von 118 Prozent «das höchste der Gefühle» erreicht worden sei, was eine nicht besonders strukturstarke Gemeinde erreichen könne. «Wir befinden uns im kantonalen Durchschnitt und darunter dürfen wir auf keinen Fall», sagt Adrian Schluep, Ressort Finanzen. Im Moment sieht es gar danach aus, als schlage das Pendel bald in die andere Richtung. Der Finanzplan prognostiziert der Gemeinde für die kommenden Jahre Aufwandüberschüsse, die sich tendenziell immer weiter nach oben bewegen. «Wenn sich in Zukunft an der ganzen Ertragssache nichts ändert, müssen wir irgendwann über eine Steuersatzerhöhung sprechen», so Schluep. Finanzverwalter Géo Voumard pflichtete ihm bei und präzisierte, dass der Steuerfuss noch maximal zwei bis drei Jahr auf dem heutigen Niveau beibehalten werden könne.

Im Rahmen der anstehenden Ortsplanungsrevision beschäftigte sich der Rat zudem mit der künftigen Nutzung der Zonen für öffentlichen Anlagen und Bauten auf dem Gemeindegebiet. Die meisten Fälle seien zwar nicht diskutierbar, erklärt Gemeindepräsident Bernhard Jöhr, allerdings könne man sich bei der einen oder anderen Parzelle durchaus Gedanken machen. Das Augenmerk lag dabei vor allem auf zwei Schulhausbauten. Nach Wunsch des Rates soll beim alten Schulhaus von Balm eine Umzonung in eine Wohnzone mit anschliessendem Verkauf angestrebt werden. Eine Umzonung soll ebenfalls für das alte Schulhaus in Brunnenthal geprüft werden. Dort jedoch ohne Verkauf, da die Nutzniessung bei der Bürgergemeinde liegt. (psg)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1