Gerlafingen

Software erlaubt den Verzicht auf Verzugszins nicht

Die Software in der Gemeinde Gerlafingen ermöglicht nicht alles beim Steuereinzug.

Die Software in der Gemeinde Gerlafingen ermöglicht nicht alles beim Steuereinzug.

Gerlafingen verzichtet nicht auf die Verzugszinsen für die Steuern. Dafür kann man die erste Rate für dieses Jahr später bezahlen.

Sowohl Bund als auch Kanton verzichten in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 auf das Erheben von Verzugszinsen der Steuerperioden 2019 und 2020. Die Verzinsung der Gemeindesteuern bleibt jedoch in der Verantwortung der Gemeinden. Damit die Steuerverwaltung einheitlich agieren kann, musste der Gemeinderat einen Beschluss fassen, um Klarheit zu schaffen. Der Gemeinderat tat dies auf dem Zirkularweg.

«Mit unserer Steuersoftware ist es nicht möglich, einfach auf die Verzugszinsen zu verzichten, wie dies der Kanton tut», erklärte Gemeindepräsident Philipp Heri seinen Ratskollegen im Antrag zu diesem Traktandum. Es sei nur möglich, die Verzugszinsen bei den heutigen 3 Prozent zu belassen, oder für das ganze Jahr 2020 darauf zu verzichten. Gerlafingen geht deshalb einen anderen Weg und setzt die Fälligkeit der ersten Rate des Vorbezugs vom 30. April neu auf den 31. August an und gibt so den Steuerzahlern etwas Luft.

Verlust von 10'000 statt 130'000 Franken

Diese Variante sei softwaretechnisch einfach machbar und der finanzielle Schaden für die Gemeinde belaufe sich grob gerechnet ungefähr auf 10'000 Franken. Bei einem vollständigen Verzicht der Verzugszinsen wäre der Verlust mit zirka 130'000 Franken wesentlich grösser. Laut Gemeindepräsident Heri wäre es zudem ein falsches Signal. Der Gemeinderat unterstützt diese Variante ­einstimmig.

Der Gemeinderat genehmigte zudem die Abschreibungsliste für das Jahr 2019. Das Abschreibungstotal beläuft sich auf 367'866 Franken. Der Anteil an reinen Steuergeldern ist dabei auf 299'333 Franken beziffert worden.

Zudem stimmte der Gemeinderat der Wahl von Martin Kägi (parteilos) in der Bau- und Werkkommission zu. Er ersetzt Erich von Allmen (FDP).

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