Biberist

Senioren schätzen die Angebote innerhalb der Gemeinde

Eine Bushaltestelle mit Dach und Bank wie hier in der Bromegg: Das schätzen Senioren.

Eine Bushaltestelle mit Dach und Bank wie hier in der Bromegg: Das schätzen Senioren.

Die guten Einkaufsmöglichkeiten und der öffentliche Verkehr sind ein Plus für die Gemeinde Biberist.

Pro Senectute hat im Auftrag der Gemeinde die Seniorinnen und Senioren in Biberist über die Altersfreundlichkeit in der Gemeinde befragt. Dabei zeigt sich, dass 80 Prozent der über 65-Jährigen nicht mehr aus der Gemeinde wegziehen möchten. Fast die Hälfte derjenigen, die die Umfrage beantworteten, wohnte zum Zeitpunkt der Umfrage in einem Einfamilienhaus. Weitere 40 Prozent in einer Wohnung. 9 Prozent der Befragten lebt in einer Alterswohnung und nur drei Prozent in einem Altersheim. Die Beteiligung der Umfrage war mit 27,5 Prozent (467 retournierte Fragebogen) vergleichsweise hoch, wie Pro Senectute in ihrem Bericht schreibt.

Positiv: Der öffentliche Verkehr

Positiv erwähnt wurde mehrfach, dass das Dorf gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen ist und die Einkaufsmöglichkeiten vielfältig sind. Der Gemeinderat hat die Auswertung der Umfrage zur Kenntnis genommen. Biberist möchte ein Altersleitbild erarbeiten und bis spätestens 2040 zu einer generationengerechten Gemeinde werden.

Die Umfrage war in sechs Bereiche gegliedert. Die Fragen zum ersten Thema betrafen den öffentlichen Raum. Dieser wird in Biberist als positiv gestaltet bewertet. Die Beleuchtung und der Zustand der Trottoirs erscheint den meisten Senioren als ausreichend. Immerhin 18 Prozent gaben aber an, dass die Trottoirränder nicht immer einfach zu passieren sind. Rund 80 Prozent der Befragten wünschen sich zudem öffentliche Toiletten. Die Pro Senectute empfiehlt der Gemeinde, die Einführung von «nette Toilette» zu prüfen.

Gute Noten bekommt die Gemeinde im Bereich «öffentlicher Verkehr» (öV). Zwei Drittel der Befragten nützen den öV und können dank der Niederflurbusse auch gut ein- und aussteigen. Ein Grossteil der Senioren wünscht sich aber mehr Sitzgelegenheiten bei den Haltestellen. Als negativ bewertet wird, dass einige Quartiere in der Gemeinde gar nicht an den öV angeschlossen sind. Bemängelt wird zudem, dass einige der Buschauffeure jeweils abfahren, bevor alle Passagiere sitzen. Hier empfiehlt Pro Senectute die Überprüfung der Bushaltestellen: Sowohl deren Anzahl, den Standort, wie auch deren Ausrüstung.

Die Senioren wünschen sich einen Treffpunkt

Wenn es um das Thema «Wohnen» geht, zeigt sich, dass es den Senioren in Biberist gefällt. Der allergrösste Teil der Befragten möchte nicht aus der Gemeinde wegziehen. Auch die Institutionen für die Senioren: Alters- und Pflegeheime und Seniorenwohnungen kennt man. Explizit geäussert wird der Wunsch nach günstigem Wohnraum.

Aus den Antworten im Bereich «Integration und Mitwirkung» wird ersichtlich, dass sich die Senioren in der Gemeinde insgesamt wohl fühlen. Mehr als 50 Prozent fühlen sich beispielsweise «freundlich und respektvoll» behandelt. Anlässe für Senioren werden je nach Interesse der Befragten mehr oder weniger besucht. Was sich die Senioren wünschen, ist ein Café oder ein anderer Ort, in dem sie sich treffen können.

Der Bereich «Information und Kommunikation» macht deutlich, dass viele Senioren sich auf Drucksachen verlassen und sich so über Angebote informieren. Online-Plattformen werden wenig genutzt.

Viele Senioren in Biberist kennen die Angebote von Organisationen wie der Pro Senectute, wissen wie sie die Spitex erreichen, sich Mahlzeiten oder einen Fahrdienst bestellen können und wo sich die AHV-Zweigstelle befindet. Pro Senectute empfiehlt, Prospekte zu Seniorenthemen in der Gemeindeverwaltung aufzulegen.

Neben den allgemeinen Themenbereichen haben sich viele Senioren explizit zu speziellen Themen geäussert. Das geht vom Geranienschmuck am Gemeindehaus, hin zum Spazierweg der Emme entlang, zur Freude über saubere Strassen und einen gut funktionierenden Winterdienst bis hin zum Seniorenausflug. Gewünscht wird die Einführung von Tempo 30 im Bleichenberg, mehr Fussgängerstreifen, Sitzbänke im öffentlichen Raum, ein Hallenbad, oder tiefere Steuern.

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