Oben am Waldrand zwischen dem Reservoir an der Nennigkofenstrasse und Ichertswil verläuft die Chrüzbaumstrasse. Sie wird gerne als schnelle «Schleichwegverbindung» zwischen Bucheggberger Dörfern und Solothurn genutzt. Mit dieser Alternative konnte bis jetzt das Siedlungsgebiet Lüterkofen umfahren werden. Morgens und abends verzeichnet die Strasse jeweils besonders viel Verkehr.

Eigentümer der ist der Kanton, der jetzt den schlechten Zustand der Strasse feststellte. Weder verfügt sie über die nötige Breite noch den Unterbau, um durch GPS- «verführte» Schwerlaster befahren zu werden, was laut Gemeindepräsident Roger Siegenthaler häufiger vorkomme. Deshalb ist jetzt eine verkehrspolitische Massnahme nötig, die den Durchgangsverkehr verhindert.

Der Gemeinderat zeigte sich einverstanden, dass der Kanton ein Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge erlässt und alle zur Chrüzbaumstrasse hinführenden Seitenstrassen der Gemeinde gleichfalls mit einbezieht. Die Signalisierung, die der Kanton veranlasst, wird unter dem Verbotsschild den Zusatz «Zubringerdienst erlaubt» tragen.

Wärmeverbund ausweiten

Die Mehrzweckhalle verfügt über eine Schnitzelheizung, die so viel Leistung aufweist, dass alle öffentlichen Gebäude, das Schulhaus und die Kirche mit beheizt werden. «Sie funktioniert hervorragend und könnte weitere Anwohner, deren Häuser am Leitungsnetz liegen, ebenfalls versorgen», betonte Bauverwalter Kuno Eberhard.

Ein Schreiben an diese Personengruppe ergab, dass rund 10 Haushalte in 4 bis 5 Jahren an einem Anschluss interessiert sein könnten. Ein Anwohner sagte ab, aber ein weiterer möchte sofort angeschlossen werden. Da der Heizkessel jetzt 20 Jahre alt ist, könnte die Kapazität mit einem modernen Kessel problemlos für neue Anschlüsse gesteigert werden, urteilte der Bauverwalter. Der Gemeinderat trat auf das aktuelle Anschlussgesuch einstimmig ein und wird die Vertragsmodalitäten regeln.

Gestaltungsplanpflicht beibehalten

Ein Bauherr an der Tscheppachstrasse im Ortsteil Ichertswil möchte ein Gebäude in der Länge von 42 Metern bauen und ohne Gestaltungsplan gleich eine Baugenehmigung erhalten. Da die Tiefgarage die beiden Hausteile fest verbindet, kann nicht von Einzelbauten gesprochen werden. Das örtliche Baugesetz lässt im W2 Bauten nur in einer Länge von 40 Metern zu. Der Bauverwalter warb dafür, dass der Bauherr, der keinen Sonderfall geltend machen kann, die ausserordentlichen Möglichkeiten des Gestaltungsplans wahrnimmt, der nämlich Abweichungen erlaubt. Eberhard wird das Gespräch mit dem Bauwilligen suchen, damit der Neubau gesetzeskonform ausgeführt werden kann.