Gemeindeversammlung

Sanierungskosten stehen in keinem Verhältnis – Schulhaus soll verkauft werden

Das alte Schulhaus ist sanierungsbedürftig. Nun will es die Gemeinde verkaufen.

Das alte Schulhaus ist sanierungsbedürftig. Nun will es die Gemeinde verkaufen.

Die Gemeindeversammlung beschliesst, dass der Gemeinderat den Verkauf des alten Schulhauses vorbereiten soll.

«Wir können uns glücklich schätzen», erklärte die Ressortleiterin Finanzen Rosalie Stettler an der Gemeindeversammlung. «Viele andere Gemeinden sind nicht so gut dran.» Tatsächlich sieht der Finanzplan für die nächsten fünf Jahre erfreulich aus. Das Eigenkapital vermag die anfallenden Kosten zu decken und das Nettovermögen pro Kopf bleibt im positiven Bereich. Das Budget schliesst mit einer schwarzen Null.

Bei den Investitionen steht die zweite Etappe der Sanierungsarbeiten gemäss dem generellen Entwässerungsprogramm mit Kosten von 325'000 Franken an. Einstimmig nahmen die 43 Anwesenden das Budget mit einem Ertragsüberschuss von 7670 Franken, Nettoinvestitionen von 235'000 Franken und einen Steuerfuss von 115 Prozent für natürliche und 100 Prozent für juristische Personen an.
Das alte Schulhaus Heinrichswil, bekannt unter dem Namen Pfoetlihuus, hat 120 Jahre auf dem Buckel.

1995 wurden Renovationen für fast 300'000 Franken vorgenommen. «Nun ist es in einem desolaten Zustand. Sanierungen kosten rund 320'000 Franken», so Rosalie Stettler. Dies ohne Isolation. Diese Kosten stünden in keinem Verhältnis zum Verkehrswert von 590'000 Franken. Deshalb beantragte der Gemeinderat, die Liegenschaft zu verkaufen. Die Versammlung wollte dem Rat jedoch nicht einfach freie Hand für einen Verkauf geben, ohne einen Mindestpreis festzulegen. Thomas Fischer fand es richtig, das Haus jetzt zu verkaufen. «Aber wir sollten es nicht verschenken.» Er stellte den Antrag, dass der Gemeinderat den Verkauf vorbereiten und dem Volk an einer nächsten Gemeindeversammlung präsentieren soll. Die Versammlung stimmte Fischers Antrag zu.

Verschiedene Aussagen zum Trinkwasser

Unter Verschiedenem lobte Gemeindepräsidentin Daniela Häberli die gute Trinkqualität des Höfener Wassers. Doch am Ende der Versammlung war sich das Volk nicht mehr ganz sicher, ob das Wasser nun tatsächlich einwandfrei sei. Gemeinderat Hansueli Nievergelt fiel der Gemeindepräsidentin in den Rücken, indem er behauptete, das Wasser sei mit Chlorothalonil belastet. Unter den Anwesenden machte sich Unmut breit, weil der Gemeinderat vor dem Volk nicht eine gemeinsame Meinung vertrat. So oder so sei es auf jeden Fall wichtig, betonte Häberli, dass sich die Gemeinden für ein Verbot dieses Giftes einsetzten. Damit machte sie der Unruhe im Saal ein Ende.

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