Neue Gemeindeordnung
Gemeinderat Rüttenen denkt laut über die richtige Anzahl der Ratsmitglieder und die Gemeindeversammlung nach

Der Gemeinderat Rüttenen macht sich Gedanken über die Zukunft. Und beginnt gleich mit seiner eigenen Organisation.

Marlene Sedlacek Jetzt kommentieren
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Drohnenaufnahme Drohnenbild der Gemeinde Rüttenen Drohnenbilder Vogelperspektive Luftaufnahmen Flugaufnahmen Luftbilder Aus der Luft Dorfansichten

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Oliver Menge / DJI Mavic Pro

Im Zusammenhang mit der Totalrevision der Gemeindeordnung überlegte sich der Gemeinderat Rüttenen, ob eine Reduktion des Gremiums von neun auf sieben oder gar fünf Mitglieder sinnvoll wäre.

Für die Beibehaltung von neun Mitgliedern würde sprechen, dass damit die Bevölkerung besser vertreten wäre, meinte Sandra Wertli (SP). Es wäre in einem grösseren Gremium einfacher, neue Leute zu finden, da die Arbeitslast für den Einzelnen geringer ausfiele, vermutete Bernhard Herold (Ersatzgemeinderat). Zudem hätten auch die kleineren Parteien bessere Chancen, einen Sitz zu ergattern.

Nachbargemeinden kennen das Siebnergremium

Gemeindepräsident Markus Boss (FDP) sprach sich ganz klar für sieben Mitglieder aus. Damit würde man sich der Mehrheit der umliegenden Gemeinden angleichen. Der Tenor lautete, dass neun Mitglieder eigentlich gut wären, man könne aber auch mit sieben leben. Mit fünf zu vier Stimmen sprachen sich die Räte und Rätinnen schliesslich für sieben aus.

Fünf Personen war für niemanden eine Option. Der Gemeinderat wird seinen Entscheid der Gemeindeversammlung unterbreiten. Diese wird über die Anzahl Gemeinderäte für die nächste Legislaturperiode abstimmen können.

Teilnahme an der Gemeindeversammlung verbessern

Wie kann man eine Gemeindeversammlung attraktiv gestalten, damit die Einwohner und Einwohnerinnen diese auch besuchen? Markus Boss vermutet, dass ein grosser Teil der Bevölkerung zufrieden ist wie es läuft, und deshalb kein Interesse habe. Andere hingegen würden den Termin schlichtweg vergessen.

Um diesem Umstand entgegenzuwirken schlug er einige Massnahmen vor. So könnte man eine Woche vor der Versammlung Plakate aufstellen. Auch das Verteilen von Flyern in alle Haushalte könnte Wirkung zeigen. Neuzuzüger und auch Jungbürger sollte man mit einem Brief persönlich einladen. Was für Boss nicht in Frage kommt, ist ein Unterhaltungsprogramm mit einem Clown oder Ähnlichem. Hingegen will er an einem anschliessenden Apero festhalten.

Aufwandüberschuss für 2021, allerdings geringer als budgetiert

Die Jahresrechnung schliesst bei einem Aufwand von rund sieben Mio. Franken mit einem operativen Aufwandüberschuss von 343'119 Franken ab. Durch die Auflösung von Neubewertungsreserven von 229'730 Franken ergibt sich noch ein Aufwandüberschuss von 113'389 Franken. Budgetiert war ein Minus von 409'876 Franken.

Fabian Käch (Stellvertretender Gemeindeverwalter) zeigte die grösseren Abweichungen auf. Die Ressorts soziale Sicherheit und Verkehr wiesen ein besseres Ergebnis auf als budgetiert. Die Bildung schloss jedoch um einiges schlechter als erwartet ab. Dies unter anderem wegen zusätzlichen Lehrpersonen und Neuzuweisungen bei den Sonderschulen.

Situation ist stabil

Die Steuereinnahmen waren leicht höher als vorhergesehen. Bei den Investitionen ergab sich ein Einnahmeüberschuss von 12'210 Franken. Einige Projekte konnten unter den budgetierten Kosten realisiert werden.

Ein Finanzierungsüberschuss von 120'134 Franken reduziert die Schulden um diesen Betrag. Der Nettoverschuldungsquotient ist mit 109 Prozent als gut einzustufen. Die Nettoschuld pro Einwohner hat sich leicht reduziert, ist jedoch mit 3123 Franken immer noch relativ hoch. Die wesentlichen Kennzahlen deuten jedoch auf eine stabile, tragbare Situation hin, relativierte Käch.

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