Günsberg

Rolf Sterki ist bisher einziger Kandidat fürs Gemeindepräsidium

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Vor rund einem Jahr wurde die Rechnungsprüfungskommission (RPK) der Gemeinde Günsberg beim Gemeinderat vorstellig und erläuterte, dass mit der Umstellung auf HRM2 eine korrekte Rechnungsprüfung ohne das nötige Know-how kaum noch zu bewältigen sei. Nachdem auch eine fieberhafte Suche nach Unterstützung im Dorf nicht fruchtete, beschloss der Rat, die Prüfung in Zukunft an eine aussenstehende spezialisierte Revisionsstelle abzugeben. «Wir haben festgestellt, dass die umliegenden Gemeinden dies ebenso handhaben», sagt Vizegemeindepräsident Rolf Sterki. Hierfür wurden drei Offerten eingeholt. Das Rennen machte dabei die Firma PKO Treuhand GmbH aus Subingen.

Externe Rechnungsprüfung

Durch die Fremdvergabe wurde die Existenz der bestehenden RPK hinfällig, weshalb in diesem Zusammenhang auch gleich deren Auflösung beschlossen wurde. Da die Rechnungsprüfung bereits im Mai stattfindet, musste eine ausserordentliche Gemeindeversammlung einberufen werden. Sowohl die Teilrevision der Gemeindeordnung wie auch die Auflösung der RPK und die Vergabe an die Firma PKO Treuhand GmbH bis zum Ende der Legislatur wurden von den 15 Stimmberechtigten gutgeheissen.

Kommt es zur stillen Wahl?

Seit Jahresbeginn ist der Posten des Gemeindepräsidenten vakant. Zwar läuft die Anmeldefrist noch, doch zeichnet sich bereits jetzt eine stille Wahl ab. Denn bisher hat lediglich eine einzige Person Interesse am Amt bekundet. «Ohne Kandidierende hätte ich es notgedrungen ja ohnehin bis zum Ende der Amtsperiode machen müssen», erklärt Sterki lachend seine Kandidatur. Als Vizegemeindepräsident leitet er die Geschäfte seit der gesundheitsbedingten Demission des Präsidenten ad interim. Nichtsdestotrotz hofft Sterki weiterhin, dass sich bis zum Ablauf der Frist noch jemand melden wird, und eine ordentliche Wahl durchgeführt werden kann.

Die Raiffeisenbank zieht sich gänzlich aus Günsberg zurück. Am 6. Mai wird mit dem Bancomaten auch noch das letzte Überbleibsel der Genossenschaftsbank entfernt. Gespräche mit der Raiffeisenbank Solothurn hätten gezeigt, dass Widerstand zwecklos sei. Für den Verwaltungsrat sei die Sache beschlossen. Mit dieser Problematik steht Günsberg in der Region allerdings nicht alleine da, wie Sterki weiss. Bankomaten würden auch in anderen Dörfern verschwinden.

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